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Windenergie

Weder „Verspargelung“ noch „Horizontverschmutzung“ Windenergie

Zum Artikel „Klares Ja für trassennahen Ausbau“, SN-Gespräch mit Wirtschaftsminister Olaf Lies vom 28. Juli.

In dem langen Interview mit dem Wirtschaftsminister Olaf Lies geht eine Aussage vielleicht etwas unter, die ich hier hervorheben möchte. Ich möchte die klaren Worte des Ministers zur Windenergie würdigen. „Wer Kernenergie nicht will ... der muss überlegen, woher die Energie dann kommen soll.“ Und er bekennt sich persönlich dazu, dass er dankbar ist, direkt an einem Windpark zu leben, den seine Kinder vom Garten aus sehen können, statt neben dem 50km weiter entfernten Atomkraftwerk Unterweser.
Er hinterfragt in diesem Zusammenhang den Vorwurf der „Horizontverschmutzung“ mit dem Hinweis, dass man sich einen solchen Begriff erst mal leisten können müsse. Und er weist die Unterstellung zurück, dass die Heimat mit Windkraftanlagen zugepflastert würde.

Anzumerken ist, dass es noch um mehr als den Ersatz für Atomstrom geht. Die Staatengemeinschaft hat sich unter maßgeblicher Beteiligung der deutschen Bundesregierung gerade erst in Paris auf ein verbindliches Klimaschutzziel unter 2 Grad globaler Erwärmung geeinigt. Das erfordert z. B. auch einen Ausstieg aus dem Einsatz von Kohle zur Stromerzeugung.
Dass dies technisch und wirtschaftlich möglich ist, das ist inzwischen nachgewiesen. Aber dazu muss der Strom anderweitig ohne klimaschädliche Emissionen erzeugt werden. Und dazu muss die Windenergie ihren Beitrag leisten. Das eröffnet auch Riesenchancen, wie Olaf Lies noch anmerkt.
Dazu möchten wir ermuntern: Die für die Energiewende notwendige Windenergie als Chance für unseren ländlichen Raum zu begreifen, die regionale Wertschöpfung zu erhöhen. Windenergieanlagen nicht als „Verspargelung“ oder „Horizontverschmutzung“ zu sehen, sondern als sichtbare Landmarken einer nachhaltigen, „enkeltauglichen“ Energiezukunft. Über die Eignung von Standorten kann man streiten. Aber wir sollten dies konstruktiv tun.
Manfred Görg
Apelern,
BürgerEnergieWende Schaumburg

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