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Zunehmende Krebsgefahr in Berenbusch

Zum Artikel „Optimale Anbindung" vom 19. Juli Zunehmende Krebsgefahr in Berenbusch

Bezogen auf die Eisenbahn-Story fallen mir inhaltlich drei Dinge auf.

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Firmenneuansiedlungen im Hafen oder im Hafenband sind nicht bekannt. Neuansiedlungen besser akquirieren zu können war das Motiv des Hafenausbaus für 6 Millionen Euro. Das ist bisher nicht gelungen. Da sowohl die Stadt Bückeburg als auch der Landkreis Schaumburg Mitglied im Planungsverband sind, kann Bernd Insinger immer nur eigene Versäumnisse beklagen, wenn er den Verband kritisiert.

Den Verkauf und Versand von Altholz-Schredder via Mittellandkanal an entfernte Kraftwerke verhindert der niedrige Ölpreis. Die Erneuerung und Verlängerung der Hafen-Kaje und Vertiefung des Mittellandkanals auf vier Meter entfaltet keinen Nutzen, es sei denn, man schlägt Container um.

Vielleicht ist es ja im Kontext mit der weiteren Ertüchtigung Berenbuschs notwendig und deshalb gewollt, den Planungsverband obsolet werden zu lassen, um auch für Bückeburg-Berenbusch öffentliche Fördermittel für den selben Zweck in Anspruch nehmen zu können.

Der Grund für die Ertüchtigung des Gleisanschlusses kann nach akuter Sachlage nur die sein, Bahnschwellen und andere Gifthölzer über den Anschluss zur Schredderanlage Tönsmeier bringen zu lassen. Das würde insofern passen, weil die Bahnschwellen bei Gleisbauarbeiten anfallen und unmittelbar auf die Bahn verladen werden. Die Entsorgung oder Aufbereitung hochbelasteter Bahnschwellen kostet Geld.

Es kann natürlich auch so sein, dass Tönsmeier Giftschwellen besonders preiswert entsorgt. Bahnschwellen enthalten persistentes Teeröl, giftige Phenole und Kresole sowie insbesondere hochgiftige aromatische Kohlenwasserstoffe, wie das krebserregende Benzo(a)pyren. Wenn die Kandidatin Frau Völlers, Reinhard Luhmann und die SPD Evensen die Ausweitung der Entsorgung von Bahnschwellen in Berenbusch durch den Eisenbahnanschluss begünstigen, dann sollten sie auch die Anwohner über die weitere zunehmende Krebsgefahr in Berenbusch informieren.

Von Hans Ulrich Gräf aus Cammer

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