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Der Norden So will das Land Rektoren kleiner Schulen entlasten
Nachrichten Der Norden So will das Land Rektoren kleiner Schulen entlasten
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00:15 26.02.2017
Von Saskia Döhner
Diese Grundschule Amelgatzen in der Samtgemeinde Emmerthal ist seit 2010 ohne festen Rektor. Quelle: Jan Philipp Eberstein
Hannover

Wer wenig Zeit für seine Arbeit habe, fühle sich besonders belastet. Künftig sollen nicht mehr Rektoren für den Abschluss und die Änderung von Arbeitsverträgen für pädagogische Mitarbeiter eingesetzt werden, die Kinder im Zuge der verlässlichen Grundschule oder in Ganztagsangeboten betreuen, sondern die Landesschulbehörde. Sie sei dann auch für die Einstellung von Vertretungslehrkräften und Abordnungen zuständig. "Personalentscheidungen werden nur im Einvernehmen mit dem Schulleiter getroffen", betonte die Ministerin. Insgesamt arbeiten an den rund 1900 kleinen Schulen etwa 11.000 pädagogische Mitarbeiter.

Kleine Schulen sollen zudem nur ihre eigenen Girokonten führen, wenn sie dies freiwillig wollen, andernfalls bleibt es Sache der Landesschulbehörde. Für die Schulgirokonten stellt das Land eine Software zur Verfügung, für die es ab April auch eigene Fortbildungen gibt.

Am Donnerstag hatte sich Heiligenstadt mit Lehrerverbänden und- gewerkschaften getroffen, um über Entlastungsmöglichkeiten für Schulleiter zu diskutieren. "Die jetzt beschlossenen Maßnahmen sind genau die Sachen, auf die wir gewartet haben", sagte Eberhard Brandt, Vorsitzender der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW). "Jetzt müssen nicht mehr Schulleiter Verträge schließen, die im Arbeitsrecht gar nicht versiert sind, sondern das machen die Fachleute in der Schulbehörde."

Es sei wichtig, dass Schulleiter wieder mehr Zeit für pädagogische Aufgaben bekämen, sagte Eva-Maria Osterhues-Bruns vom Grundschulverband. Sie forderte eine spürbare Senkung der Unterrichtsverpflichtung für Pädagogen an Grundschulen, die zurzeit 28 Stunden in der Woche im Klassenraum stehen müssen. Das sei angesichts des Lehrermangels schwierig, erwiderte Heiligenstat: "Dadurch verschärft sich das Problem."

Derzeit haben 145 Schulen in Niedersachsen keinen festen Schulleiter. Bildungsverbände fordern seit Langem eine bessere Besoldung. Wer eine kleine Schule leitet, bekommt oft nur eine Bruttozulage von 160 Euro. Man könne nicht nur eine Gruppe besserstellen, sagte die Ministerin, dann müsste das gesamte Besoldungssystem angepasst werden. Auch der CDU-Forderung nach einer Dorfprämie für Lehrer, die eine Schule auf dem Land anwählten, erteilte Heiligenstadt eine Absage: "Das ist ein unausgegorener Vorschlag. Wer soll die Prämie bekommen und wie lange? Das ist alles nur heiße Luft."

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