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Der Norden Das bedeutet die Hitze für die Atomkraftwerke
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12:57 31.07.2018
Das Atomkraftwerk Grohnde bei Hameln. Quelle: dpa
Hannover

Die anhaltende Hitze hat auch Auswirkungen auf die beiden Atomkraftwerke in Niedersachsen. Das Kernkraftwerk Grohnde nahe Hameln produziert nach Angaben des Betreibers PreussenElektra wegen der leicht erhöhten Gewässertemperaturen zurzeit etwa 80 bis 120 Megawatt weniger Strom. Das Kraftwerk hat eine Nettoleistung von 1360 Megawatt. Auch das Kernkraftwerk Emsland in der Nähe von Lingen kommt im Moment nicht auf seine volle Leistung.

Hintergrund ist der Umweltschutz: „Umso wärmer das Wasser in den Flüssen wird, umso geringer ist der Sauerstoff“, sagte die Sprecherin des Umweltministeriums in Hannover, Justina Lethen, am Dienstag. Das könne zu Fischsterben führen. Deshalb dürfe das Kühlwasser, das die Kernkraftwerke in die Flüsse leiteten, bestimmte Höchstwerte nicht überschreiten. So darf das Kühlwasser aus Grohne, das in die Weser gelangt, nicht wärmer als 28 Grad sein. Das Kühlwasser aus dem Kernkraftwerk (KKW) Emsland darf höchstens eine Temperatur von 31 Grad haben, wenn es in die Ems fließt.

RWE: Wirkungsgrad im Sommer niedriger

Probleme mit dem Kühlwasser gibt es im KKW Emsland (Nettoleistung 1400 Megawatt) noch nicht. Der Betreiber RWE kann Wasser aus einem nahe gelegenen Speicherbecken nutzen, sobald die Wassertemperaturen der Ems steigen. Trotzdem produziert das Kernkraftwerk derzeit 30 Megawatt weniger als sonst. Das sei ganz normal, sagte RWE-Sprecher Jan Peter Cirkel. „In den Sommermonaten ist der Wirkungsgrad aller Kraftwerke immer ein bisschen niedriger, weil die Kühlung nicht so gut funktioniert.“

Auch bei den Talsperren im Harz macht sich die Hitze bemerkbar: Sie haben derzeit deutlich weniger Wasser als gewöhnlich.

Von RND/dpa

Die Hitze und Trockenheit machen sich auch bei den Harzer Talsperren bemerkbar: In diesem Sommer haben sie deutlich weniger Wasser als gewöhnlich. Die Trinkwasserversorgung ist nach Angaben des Versorgers allerdings nicht gefährdet.

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