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Der Norden Bauunternehmer Papenburg will beim Flughafen Hannover einsteigen
Nachrichten Der Norden Bauunternehmer Papenburg will beim Flughafen Hannover einsteigen
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00:19 31.08.2018
Bauunternehmer Günter Papenburg (rechts) mit Flughafen-Chef Raoul Hille 2017 beim Wirtschaftsempfang der Landeshauptstadt. Quelle: Rainer Dröse
Hannover

Der Bauunternehmer Günter Papenburg will nach HAZ-Informationen 30 Prozent vom Flughafen Hannover übernehmen – und damit den Einstieg des Finanzinvestors Icon Infrastructure verhindern. Doch seine Chancen stehen schlecht: Der Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport hat seine Anteile bereits für 109,2 Millionen Euro an eine Icon-Tochter verkauft. Damit Papenburg noch zum Zuge kommen könnte, müssten das Land Niedersachsen und die Stadt Hannover von ihrem Vorkaufsrecht für das 30-Prozent-Paket Gebrauch machen.

„Ich sehe für den Flughafen große Wachstumschancen“, sagte Papenburg am Dienstag. Anders als andere Airports unterliege Langenhagen keinem Nachtflugverbot, mit der Anbindung an die Autobahn und das Messegelände seien die Voraussetzungen für eine positive Entwicklung gegeben. Die Bilanzen seien zuletzt jedoch eher enttäuschend ausgefallen: „Der Flughafen braucht mehr Unternehmertum.“

Mit seinem Vorstoß trifft Papenburg in der Politik jedoch auf wenig Gegenliebe. Gespräche mit Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) sowie den Staatssekretären aus dem Wirtschafts- und Finanzministerium verliefen ergebnislos – inzwischen hat das Land entschieden, von seinem Vorkaufsrecht für die Fraport-Anteile am Flughafen keinen Gebrauch zu machen.

Die gleiche Entscheidung zeichnet sich auch bei der Stadt ab. Die Verwaltung empfiehlt dem Rat, in seiner Sitzung am morgigen Donnerstag von seinem Vorkaufsrecht ebenfalls keinen Gebrauch zu machen. „Ein Verkauf von Fraport an einen seriösen Investor wie Icon mit Branchenerfahrung, der den Fokus auf die unternehmerische Verantwortung legt und ein passives Beteiligungsmanagement anstrebt, ist aus Sicht der Gesellschafter (...) positiv zu bewerten“, heißt es in der Vorlage.

Die Arbeitnehmervertreter stehen dem neuen Anteilseigner dagegen kritisch gegenüber. „Icon Infrastructure ist ein branchenfremdes Unternehmen mit Sitz in Guernsey, einer Steueroase“, sagte Betriebsratschef Torsten Krups. „Wir als Belegschaft sind entsetzt, dass wir weiterhin unsere Steuern im Inland bezahlen, aber unser neuer Gesellschafter Steuervermeidung betreiben kann.“

Von Jens Heitmann

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