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Windiger Ballon-Betreiber vor Gericht

Betrugsprozess Windiger Ballon-Betreiber vor Gericht

Er soll im großen Stil Ballonfahrten verkauft haben, die nie stattgefunden haben. Hunderte Menschen sollen auf die Masche reingefallen sein. Jetzt steht der Unternehmer dafür in Tostedt vor Gericht.

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Die Kunden mussten oft Vergeblich auf den Start ihres Ballons warten.

Quelle: dpa

Tostedt. Seit Mittwoch steht in Tostedt im Landkreis Harburg ein Unternehmer vor Gericht, der seit Jahren Kunden und Behörden narrt. Der 54-Jährige soll laut Anklage über das Internet im großen Stil Gutscheine für Fahrten mit Heißluftballons verkauft haben. Tatsächlich, so die Staatsanwaltschaft, fanden die Ausflüge nie statt. Ihr Geld bekamen die Kunden  allerdings nicht zurück. Karsten F. ist in 90 Fällen angeklagt. Es geht um gewerbsmäßigen Betrug, Insolvenzverschleppung, Sozialversicherungsbetrug und Verstöße gegen das Luftverkehrsgesetz. Dem 54-Jährigen drohen mehrere Jahre Haft. Ein Urteil könnte Ende Dezember fallen.

Die Liste der Beschwerden beim Landkreis Harburg und bei der Polizei ist lang. Die Masche war offenbar immer dieselbe: 200 Euro etwa zahlten die Kunden pro Gutschein im Internet. Vereinbarte und bereits bezahlte Ballonfahrten wurden dann kurzfristig, zum Beispiel per SMS abgesagt. Begründung: angeblich wegen schlechter Wetterbedingungen etwa.

Auch der Landkreis Harburg versucht seit Jahren dem 54-Jährigen das Handwerk zu legen – bisher mit mäßigem Erfolg, wie ein Sprecher des Landkreises einräumt. Weil er standhaft Gewerbeuntersagungen und Bußgelder ignoriere, werden man nun bei der Staatsanwaltschaft Zwangshaft beantragen.

Von Karl Doeleke

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