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Der Norden Bürgermeister fordert: Türkin soll Erdogan abschwören
Nachrichten Der Norden Bürgermeister fordert: Türkin soll Erdogan abschwören
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00:17 02.09.2017
"Ich musste die E-Mail mehrmals lesen, weil ich das nicht glauben wollte", sagt Intgrationsbeauftragte Esin Özalp. Quelle: privat
Stadtoldendorf

Das berichten der NDR und der „Tägliche Anzeiger Holzminden“ am Mittwoch. Anderenfalls sei sie politisch nicht mehr als ehrenamtliche Integrationsbeauftragte der Stadt tragbar. Özalp ist deutsche Staatsbürgerin, Mitglied der SPD und sitzt für diese Partei im Gemeinderat.

In der Mail heißt es unter anderem: „Liebe Esin, angesichts der verbalen Angriffe gegen demokratische Parteien in Deutschland durch den türkischen Präsidenten Erdogan halte ich es für dringend geboten, dass du dich als Integrationsbeauftragte, als SPD-Parteimitglied und als Mandatsträgerin öffentlich äußerst. Ich bin CDU-Mitglied und fühle mich persönlich verletzt, wenn ich als ,Türkeifeind‘ durch Präsident Erdogan bezeichnet werde. Liebe Esin, bitte äußere dich sehr zeitnah öffentlich zu dem Problem. Ansonsten bist du meiner Ansicht nicht mehr politisch als Integrationsbeauftragte der Stadt Stadtoldendorf tragbar.“ Affelt war am Mittwochnachmittag nicht für eine Stellungnahme zu erreichen. Özalp sagte dem „Täglichen Anzeiger Holzminden“: „Ich musste die E-Mail mehrmals lesen, weil ich es nicht glauben wollte.“

Schröder-Köpf empört

Özalp reagierte auch gegenüber dem NDR empört auf die Aufforderung des Bürgermeisters. Sie sei deutsche Bürgerin und in der Bundesrepublik politisch aktiv: „Für mich ist Deutschland wichtig, weil ich in Deutschland lebe“, sagte sie. Nicht Erdogan sei ihr Präsident, sondern Frank-Walter Steinmeier. Die Landesintegrationsbeauftragte Doris Schröder-Köpf sagte, das Vorgehen des Bürgermeisters sei inakzeptabel. Die SPD in Stadtoldendorf wolle das Ansinnen nun im Rat thematisieren, hieß es in den Medienberichten weiter.

Von Reimar Paul

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