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Der Norden Schulen zu 99 Prozent mit Lehrern versorgt
Nachrichten Der Norden Schulen zu 99 Prozent mit Lehrern versorgt
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14:34 28.02.2017
Von Saskia Döhner
Das ist ein richtig gutes Ergebnis: Kultusministerin Frauke Heiligenstadt. Quelle: Holger Hollemann
Hannover

"Das ist unter den gegebenen Rahmenbedingungen ein richtig gutes Ergebnis", sagte Kultusministerin Frauke Heiligenstadt (SPD), als sie am Dienstag in Hannover die Zahlen bekannt gab. Damit spielte sie zum einen auf die Zehntausende Kinder ohne Deutschkenntnisse an, die seit 2015 an die Schulen gekommen sind. Allein für die Sprachförderung seien umgerechnet 2300 volle Lehrerstellen nötig, die Zahl der Sprachlernklassen hat sich seit 2013 auf nun 700 verzehnfacht. Ohne den Bedarf für die Sprachförderung liege die Unterrichtsversorgung bei 103 Prozent, sagte die Ministerin.

Zum anderen fehlen Bewerber für die Lehrerstellen, vor allem für Grund-, Haupt- und Oberschulen. Im vergangenen und in diesem Schuljahr sind in Niedersachsen rund 7800 neue Pädagogen eingestellt worden, darunter 600 Quereinsteiger. Zum zweiten Halbjahr, das Anfang Februar begonnen hatte, sind 1420 Stellen ausgeschrieben gewesen, besetzt werden konnten 1274, die meisten an Grund-, Haupt- und Realschulen.

Die Grundschulen sind zu 100,8 Prozent mit Lehrern ausgestattet, Gymnasien zu 99,8 und Gesamtschulen zu 98,8 Prozent. Deutlich schlechter sind die Werte für Förderschulen (95 Prozent), Oberschulen (95,9) und Hauptschulen (96,3). Bei den Berufsbildenden Schulen wurde eine Quote von 88,1 Prozent erreicht, auch hier seien sehr viele Pädagogen für die Integration von Flüchtlingen nötig gewesen, sagte Heiligenstadt. Pro Jahr seien rund 500 Lehrer eingestellt worden, das seien deutlich mehr als früher, als die Schulen ihre Stellen noch selbst besetzt hätten, betonte Heiligenstadt, da seien unter 300 Stellen pro Jahr besetzt worden.

Ziel bleibe es an allen Schulen, eine Unterrichtsversorgung von rund 100 Prozent zu erreichen, hieß es. Die Unterrichtsversorgung berechnet sich aus den Lehrer-Soll-Stunden (Pflichtunterricht, Sonderbedarf für Inklusion und Ganztag, Poolstunden) und Lehrer-Ist-Stunden zu einem bestimmten Stichtag. Der Wert sagt nichts über tatsächlichen Unterrichtsausfall aus, wenn Pädagogen krank oder schwanger werden.

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