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Der Norden EWE-Chef Matthias Brückmann entlassen
Nachrichten Der Norden EWE-Chef Matthias Brückmann entlassen
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22:45 22.02.2017
Matthias Brückmann wurde entlassen. Quelle: dpa/Archiv
Oldenburg

Der Aufsichtsrat des Oldenburger Energieanbieters EWE hat den Vorstandsvorsitzenden Matthias Brückmann abberufen. Dies teilte ein EWE-Sprecher nach der Sitzung des Kontrollgremiums am späten Mittwochabend mit. Hintergrund der Entscheidung sind mehrere Vorwürfe gegen Brückmann, darunter eine umstrittene Spende von 253 000 Euro an eine Stiftung des Ex-Boxweltmeisters Wladimir Klitschko nach Kiew. Nach einem Gutachten, das der Aufsichtsrat in Auftrag gab, hat der EWE-Chef bei der Spende gegen interne Regeln verstoßen.

Die Entscheidung sei nicht nur auf Basis eines Berichts der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG über mehrere Vorwürfe – darunter die Spende in Höhe von 253.000 Euro – gefallen, sondern auch wegen „einer Vielzahl diverser grober Verfehlungen“.

Der Konzern hatte in der vergangenen Woche bestätigt, dass die Revisionsabteilung zusammen mit KPMG „Unregelmäßigkeiten“ bei der mit etwa 2000 Mitarbeitern größten Tochter EWE-Netz untersucht. Anlass dafür waren dem Vernehmen nach Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Brandenburg gegen ein Tiefbauunternehmen, das EWE über Jahre überhöhte Rechnungen präsentiert haben soll – offenbar wurde die Firma dabei von EWE-Mitarbeitern unterstützt, die mitkassierten. In den folgenden Monaten erhielt der Oldenburger Konzern, wie berichtet, weitere Hinweise auf mögliche Korruptionsfälle.

Die Vorwürfe sollten nun restlos aufgeklärt werden, teilte der Aufsichtsrat am Mittwochabend mit. Die Neubesetzung von zwei vakanten Vorstandsposten, die auch auf der Tagesordnung des Treffens stand, wurde deshalb vertagt: „Wir haben ein großes Interesse daran, diese beiden Personalien möglichst kurzfristig zu klären und sind mit zwei Kandidaten weiter im Gespräch“, sagt Stephan-Andreas Kaulvers, Vorsitzender des Aufsichtsrats. „Wir nehmen uns die erforderliche Zeit, um ein kompetentes und kraftvolles Vorstands-Team zusammenstellen.“ Dies müsse in der Lage sein, das bei Kunden und Mitarbeitern verloren gegangene Vertrauen zurückzugewinnen.     

dpa/rör

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