Menü
Schaumburger Nachrichten | Ihre Zeitung aus Schaumburg
Anmelden
Der Norden Erste Flüchtlinge in Lüneburg angekommen
Nachrichten Der Norden Erste Flüchtlinge in Lüneburg angekommen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
18:17 12.09.2015
In der Notunterkunft in Oerbke sind die ersten Flüchtlinge angekommen. Quelle: dpa
Oerbke

Einen Tag früher als geplant sind am Samstag die ersten Flüchtlinge in die ehemalige Kaserne in Oerbke in der Lünebürger Heide eingezogen. Busse aus Braunschweig seien angekommen, sagte Antje Heilmann von den Johannitern, die die Betreuung in der Kaserne übernommen haben. Nach Angaben des niedersächsischen Innenministeriums sollten bis zum Abend 200 Flüchtlinge mit Bussen kommen.

In der Lüneburger Heide soll ein Drehkreuz für die Verteilung von Flüchtlingen in Norddeutschland entstehen. Vertreter von Bund und Länder wollten sich am Nachmittag in Bad Fallingbostel zu weiteren Gesprächen treffen. Ergebnisse seien am Samstag nicht zu erwarten, sagte Matthias Eichler vom Innenministerium.

Asylbewerber sollen direkt per Bahn von Österreich nach Bad Fallingbostel gebracht werden, dort in Busse umsteigen und auf die norddeutschen Länder verteilt werden. Die Notunterkunft in Oerbke verfügt über eine Aufnahme-Kapazität von 1400 bis 1500 Menschen. Die Infrastruktur in der bis vor kurzem bewohnten Kaserne sei super, sagte die Mitarbeiterin der Johanniter. Die Gebäude seien gut ausgestattet. Nur die Räumlichkeiten für die Registrierung und den medizinischen Check der Ankommenden hätten hergerichtet werden müssen.

Das Drehkreuz in Bad Fallingbostel sei noch in Vorbereitung, sagte Eichler. Wann die ersten Züge anrollten, sei noch offen. An diesem Wochenende wird mit bis zu 40 000 neuen Flüchtlingen gerechnet, die mit dem Zug in München ankommen und in andere Bundesländer verteilt werden sollen. Genaue Zahlen weiß niemand.

Die Solidarität der Bürger mit den Flüchtlingen ist unverändert groß. Am mit rund 4000 Menschen extrem überfüllten Grenzdurchgangslager Friedland demonstrierten am Samstag rund 200 Menschen gegen Fremdenfeindlichkeit und Rechtsextremismus. Mit Transparenten und Plakaten, auf denen Willkommensgrüße in verschiedenen Sprachen standen, versammelten sie sich am künftigen Friedland-Museum. Die vom Landkreis ausdrücklich genehmigte Solidaritäts-Demonstration mit den Flüchtlingen verlief nach Angaben der Polizei friedlich.

dpa

Tausende Hamburger demonstrieren friedlich gegen Rechts. Am Hauptbahnhof kommt es aber zu Zusammenstößen zwischen Linken und der Polizei. Der Zugverkehr am Hauptbahnhof stand für mehrere Stunden still. In Bremen nehmen Polizisten gut 100 Rechtsextreme in Gewahrsam.

12.09.2015

Ein Zug von Hamburg nach Bremen mit etwa 250 linksgerichteten Demonstranten ist am Sonnabend in Buchholz (Kreis Harburg) gestoppt worden. Vor dem Hintergrund der in Hamburg verbotenen Demonstration "Tag der Partioten" kontrollierten die Beamten besonders genau- auch die Fahrausweise.

12.09.2015
Der Norden Großeinsätze in anderen Bundesländern - Niedersachsens Polizei hilft oft aus

Weil viele Bundesländer ihre Polizeikräfte abgebaut haben, werden oft Hundertschaften aus Niedersachsen für Großeinsätze in anderen Bundesländern angefordert – weit häufiger, als im Gegenzug Polizisten aus anderen Ländern in Niedersachsen aushelfen.

Heiko Randermann 12.09.2015