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Der Norden Diese Raupe sollte man besser nicht anfassen
Nachrichten Der Norden Diese Raupe sollte man besser nicht anfassen
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12:42 04.06.2018
Eine Raupe des Eichenprozessionsspinners kriecht auf einem Eichenstamm entlang. Quelle: dpa
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Gifhorn

Auf die gesundheitlichen Gefahren durch den Eichenprozessionsspinner wird derzeit in mehreren niedersächsischen Kommunen hingewiesen. „Im Landkreis Gifhorn sind aktuell die Gemeinden Rühen und Parsau besonders stark betroffen“, heißt es in einer Mitteilung des Kreises. Auch die Stadt Braunschweig weist daraufhin, dass in diesem Jahr mit einem verstärkten Befall von Eichen mit den Raupen zu rechnen sei.

Auch für den Menschen gefährlich

Die Prozessionsspinner sind aber nicht nur für die Eichen gefährlich, sondern auch für Menschen nicht ganz harmlos. Die feinen Gifthärchen der Raupen können bei Kontakt zu Hautjucken, Atemnot oder einem allergischen Schock führen. Die Brennhaare würden auch vom Wind verbreitet und unangenehme Ausschläge an unbedeckten Körperstellen verursachen, heißt es in Wolfsburg. Dort wird der Eichenprozessionsspinner aktuell ebenfalls häufiger als in den Vorjahren beobachtet.

Im Landkreis Peine wurden bereits Raupen durch eine Fachfirma von den befallenen Eichenbäumen gesaugt. Entsprechende Warnschilder bleiben aber zunächst hängen. Die Schmetterlingsart hat sich in den vergangenen Jahren begünstigt durch die Klimaerwärmung auch in den Wäldern Niedersachsens immer weiter ausgebreitet. Auf der Nahrungssuche nach den Eichenblättern bewegen sich Raupen hinter- oder nebeneinander her und bilden so die namensgebende Prozession.

Wie sehen die Eichenprozessionsspinner aus?

Die Raupen des Eichenprozessionsspinners sind hellgrün bis gelb und haben einen dunklen Streifen aus rotbraunen Warzen auf dem Rücken, aus denen weißliche Härchen sprießen.

Wo kommen die Raupen des Eichenprozessionsspinners vor?

Die Tiere finden sich – wie der Name sagt – hauptsächlich an Eichen. Die Schmetterlinge legen dort ihre Nester mit 200 bis 300 Eiern ab, die dort überwintern und Anfang Mai schlüpfen. In besonders befallsstarken Jahren können die Raupen allerdings auch an anderen Bäumen auftreten. Die Raupen fressen die Bäume kahl und können langfristige Schäden verursachen. Die älteren Raupen bilden bis zu ein Meter lange Gespinste, also Raupennester am Stamm oder an Astgabelungen von Eichen. Dorthin ziehen sie sich tagsüber oder zur Häutung zurück.

Warum sind die Härchen der Raupe gefährlich?

An den langen, weißen Härchen des Eichenprozessspinners befinden sich Widerhaken, in diesen ist das Nesselgift Thaumetopoein enthalten. Setzen sich die Haare mit ihren Widerhaken an der Haut von Menschen fest, können sie Juckreiz, Schwellungen oder allergische Reaktionen hervorrufen. In Einzelfällen kann es auch zu Asthmaanfällen kommen.

Ist der Eichenprozessionsspinner auch für Hunde gefährlich?

Das Gift des Schädlings wirkt nicht nur beim Mensch, laut dem niedersächsischem Gesundheitsministerium können die Härchen auch bei allen „warmblütigen Tieren“ vorübergehende gesundheitliche Schäden verursachen. Somit gilt beim Gassi gehen sowohl für Herrchen als auch für den Hund: Abstand halten vom befallenen Bäumen.

Was tue ich, wenn ich auf einen Eichenprozessionsspinner treffe?

Fassen Sie die Raupe auf keinen Fall mit bloßen Händen an. Wenn Sie auf einen Baum stoßen, der stark von den Tieren befallen und noch nicht abgesperrt ist, melden Sie diesen.

Wo kann ich den Eichenprozessionsspinner melden?

Bäume, die vom Eichenprozessionsspinner befallen sind, können Sie bei der entsprechenden Gemeinde oder dem Landkreis melden. Das niedersächsische Gesundheitsministerium hat zudem einen Leitfaden zum Umgang mit dem Eichenprozessionsspinner erstellt.

Wie kann man diesen Schädling bekämpfen?

Um die Bekämpfung von Eichenprozessionsspinnern kümmern sich Spezialfirmen. Diese saugen die Gespinste und Nester von den Bäumen ab oder arbeiten mit Giften, um die Tiere zu beseitigen.

Von RND/dpa/naw

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