Menü
Schaumburger Nachrichten | Ihre Zeitung aus Schaumburg
Anmelden
Der Norden Evangelische Pastoren fehlen auf dem Land
Nachrichten Der Norden Evangelische Pastoren fehlen auf dem Land
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:26 27.10.2016
Auf dem Land fehlen die Pastoren. Quelle: dpa (Symbolbild)
Hannover

 Der Pastorenmangel macht der evangelischen Kirche in Niedersachsen inzwischen auf dem Land derart zu schaffen, dass der Ruf nach Zuweisung von Theologen in die Provinz laut wird. Allein auf dem Weg der Freiwilligkeit werde sich das nicht lösen lassen, sagte der Hildesheimer Superintendent Christian Castel. Deshalb hat der Kirchenkreistag einen Antrag an die Landeskirche in Hannover gestellt, "zentrale Steuerungsmöglichkeiten des Personaleinsatzes" zu prüfen. Dabei ist die Sorge akut: Zwei Drittel der Pastoren erreichen in der Region bis 2020 das Rentenalter. In Lamspringe etwa dauerte es ein Jahr, die Pfarrstelle wieder zu besetzen.

Bereits auf ihrer bisher letzten Parlamentssitzung stellte die hannoversche Landeskirche - die größte der evangelischen Landeskirchen in Deutschland - die Weichen dafür, dem Problem zu begegnen. "Niemand bewirbt sich irgendwo, wo er für 20 Dörfer zuständig ist", sagte Kirchensprecher Benjamin Simon-Hinkelmann zu der Problematik, die sich durch das Zusammenlegen von Kirchengemeinden verschärft hat. Deshalb sollen Pfarrstellen künftig nicht mehr unbedingt an eine Kirchengemeinde gekoppelt werden, sondern für eine größere Region Pastoren in einem Spezialgebiet zuständig werden, etwa der Jugend- oder Seniorenarbeit. "Es geht darum, attraktivere Rahmenbedingungen zu schaffen."

Bislang werden angehende Pastoren für die ersten drei Jahre ihrer Tätigkeit einer bestimmten Stelle zugewiesen - statt des Wunschorts Göttingen kann es dann auch heißen: ab in den Harz. Wenn die Pastoren danach aber die Wahl haben, wird es für ländliche Regionen immer schwieriger, Theologen zu gewinnen. "Je weiter man von den Zentren wegkommt, desto schwieriger wird es, Pfarrstellen zu besetzen", sagte Helmut Jost vom Kirchenamt Hildesheim. Die frischgebackenen Pastorinnen und Pastoren ziehe es eher in die Städte.

Der Appell aus der Provinz an das Kirchenparlament in Hannover regt neben der Möglichkeit von Zuweisungen auch zusätzliche Anreize für Stellen im ländlichen Raum an sowie Unterstützungssysteme für die dort schon aktiven Geistlichen.

Noch stärker als die evangelische Kirche plagt zwar die katholischen Bistümer der Pfarrermangel. Aber bei den Pfarrstellen auf dem Land drückt der Schuh weniger kräftig als bei den Protestanten, obwohl auch bei der katholischen Kirche ein Geistlicher inzwischen für eine Vielzahl Gemeinden zuständig sein kann. Wie der Sprecher des Bistums Hildesheim, Volker Bauerfeld, erklärte, setzen die Diözesen bei der Personalplanung auf Dialog. Die Wünsche der Geistlichen und die Bedürfnisse der Kirche sollten so in Einklang gebracht werden - möglichst ohne Zwang.

dpa

"Nicht alles, was Spaß macht, ist erlaubt" – Zu Halloween hat die Polizei vor allzu krassen Streichen gewarnt. Das gelte auch für Kinder, die am 31. Oktober für Süßigkeiten von Tür zu Tür gehen. 

27.10.2016

Mit Umsatzsteuer-Tricksereien soll ein Geschäftsmann aus dem Harz die Finanzbehörden um 23 Millionen Euro betrogen haben. Wie das Landgericht Göttingen am Donnerstag mitteilte, ist der 52-Jährige wegen Steuerhinterziehung in 28 Fällen angeklagt. 

27.10.2016

Neben Schinkenwürstchen der Gifhorner Firma Gmyrek ruft der Lebensmitteldiscounter Aldi auch Haselnüsse der Firma "Trader Joe´s" zurück. Der Grund für den Rückruf liegt in der Salmonellenbelastung der Produkte. Im Vorfeld hatte das Bundesamt für Verbrauchschutz eine Lebensmittelwarnung herausgegeben.

27.10.2016