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Der Norden Wie groß ist die Nordsee?
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22:06 11.08.2017
Arbeit rund um die Uhr: Die Reise der „Celtic Explorer“ führt nach Aberdeen. Quelle: BSH
Hamburg

Das irische Forschungsschiff „Celtic Explorer“ legt am Sonnabend vom Hamburger Süd-West-Terminal zu einer 3600 Seemeilen langen Forschungsreise ab. Elf Wissenschaftler und Techniker vermessen im Auftrag des Bundesamtes für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) die gesamte Nordsee. An mehr als 100 Punkten in einem festgelegten Raster entnehmen sie Wasser- und zum Teil auch Bodenproben und messen die Belastung der Luft. Das BSH erhebt die Daten seit 1998 – wobei sich der Aufgabenkatalog immer mehr erweitert und verfeinert hat. In diesem Jahr steht die 20. Vermessungsreise an.

Feinmaschiges Schleppnetz

Mit den Daten wollen die Forscher den aktuellen Zustand der Nordsee erfassen, aber auch die klimabedingten Veränderungen dokumentieren. Die Wissenschaftler messen zum Beispiel Temperatur, Salzgehalt und Dichte des Wassers sowie Nährstoffe, Spurenmetalle und organische Schadstoffe, Sauerstoffgehalt und pH-Wert.

Darüber hinaus wird seit einigen Jahren der Meeresboden mit einem feinmaschigen Schleppnetz auf sichtbare Verschmutzungen untersucht – dazu zählen zum Beispiel Mineralölprodukte und Pflanzenfette. In der Luft werden Schwefeldioxid, Stickoxide und weitere Schadstoffe aus dem Schiffsverkehr gemessen.

Analyse startet auf der Elbe

Einen Teil der Daten analysieren die Wissenschaftler bereits an Bord der „Celtic Explorer“, die detaillierte Auswertung ist aber erst nach der Rückkehr in einem Labor möglich. Das eingespielte wissenschaftlich-technische Team arbeitet während der Reise in drei Schichten rund um die Uhr. Die Arbeiten beginnen bereits auf der Elbe; die ersten Messungen werden die Experten vor Stade vornehmen.

Der erste Abschnitt der Reise führt von Hamburg ins schottische Aberdeen. Die zweite Etappe führt dann weiter nach Kiel. Dabei werden nicht nur chemische und ozeanografische Proben in der Deutschen Bucht, sondern auch in der Ostsee entnommen. Die Reise endet am 18. September.

Von Eckart Glenke

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