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Der Norden Zwang Hildesheimerin ihre Töchter zur Prostitution?
Nachrichten Der Norden Zwang Hildesheimerin ihre Töchter zur Prostitution?
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17:24 18.01.2017
Die 37-Jährige soll ihre Tochter als Prostituierte verkauft haben. Quelle: Julian Stratenschulte/dpa
Hildesheim

Die Vorwürfe sind ungeheuerlich: Eine Mutter soll im Jahr 2013 ihre damals 16-jährige Tochter im Internet als Prostituierte verkauft haben. Wegen Zuhälterei und sexuellem Missbrauch von Kindern muss sich die 37-Jährige seit Mittwoch vor dem Landgericht Hildesheim verantworten. Dabei hat sie laut Anklage auf diversen Online-Portalen falsche Altersangaben gemacht, Termine organisiert, Preise ausgehandelt und das Geld für den käuflichen Sex selbst eingesteckt.

Dem Mädchen soll die Mutter mit Rauswurf gedroht haben, falls es sich weigerte, ihren Körper an die Freier zu verkaufen. Mitangeklagt ist der 40 Jahre alte Lebensgefährte der Frau. Er soll nach Angaben eines Gerichtssprechers mit der 16-Jährigen Sex gehabt haben, als diese sich nicht wehren konnte. Außerdem wird ihm zur Last gelegt, 2012 die damals elfjährige jüngere Tochter der Angeklagten zwei Mal sexuell missbraucht zu haben.

Die Mutter war nach Überzeugung der Staatsanwaltschaft dabei und förderte den Missbrauch sogar.  Nach den persönlichen Angaben der Angeklagten - sie Altenpflegerhelferin, er ist Elektroinstallateur - wurde die Öffentlichkeit von dem Verfahren ausgeschlossen.

Erst zur Urteilsverkündung sind nach der Entscheidung der großen Jugendkammer wieder Zuschauer zugelassen. Für den Prozess sind vier Verhandlungstage angesetzt. Das Urteil könnte am 8. Februar fallen. Die heute 20 und 16 Jahre alten Töchter treten als Nebenklägerinnen auf. Ihre Rechtsanwältin Andrea Wegert kritisierte, dass der Prozess erst jetzt startet, obwohl eins der Mädchen bereits im Juli 2013 zum ersten Mal von der Polizei vernommen worden sei. Die Justiz sei überlastet, sagte Wegert. "Es ist unzumutbar und unerträglich für die Opfer, so lange warten zu müssen."

dpa

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