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Der Norden Keine Ausbreitung der Vogelgrippe
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13:50 22.12.2014
Trotz des zweiten bestätigten Falls von Vogelgrippe in Niedersachsen ist eine größere Ausbreitung des Virus derzeit nicht in Sicht. Quelle: Stefan Sauer
Meppen

Enten und Gänse müssen künftig vor der Schlachtung auf den Prüfstand der Veterinäre. Diese neue Eilverordnung soll eine Ausbreitung des Vogelgrippe-Virus verhindern.

Trotz des zweiten bestätigten Falls von Vogelgrippe in Niedersachsen ist eine größere Ausbreitung des Virus derzeit nicht in Sicht. Alle 18 Betriebe im drei Kilometer großen Sperrbezirk des betroffenen Hofes zeigten keine Befunde, teilte der Landkreis Emsland am Montag mit. Die dort gehaltenen 170 000 Tiere sind damit vorerst außer Gefahr. Landrat Reinhard Winter (CDU) zeigte sich erleichtert, mahnte aber weitere Vorsicht an. Im näheren Umfeld, dem zehn Kilometer großen Beobachtungsgebiet, liegen noch mehr als 200 Betriebe mit rund vier Millionen Tieren.

Am Wochenende waren 10 000 Tiere auf dem Entenmastbetrieb im Emsland getötet worden, nachdem sich der Verdachtsfall bestätigt hatte. Mit Spannung erwarten Experten die Auswertung weiterer Proben aus der Region. Die Tupfer- und Kloakenproben werden aus dem Rachen und dem Kot der Tiere gesammelt.
Keine neuen Auffälligkeiten wurden bisher aus dem Landkreis Cloppenburg bekannt. Dort hatte sich vor einer Woche der erste Fall der gefährlichen Vogelgrippe H5N8 in Niedersachsen bestätigt.

Bessere Vorsorge erhofft sich die Geflügelwirtschaft von einer neuen Eilverordnung des Bundes, die am Dienstag in Kraft tritt. Danach sollen Tiere vor der Schlachtung beprobt werden. Der Landesverband Niedersachsen empfahl allen Enten- und Gänsehaltern, Tiere bereits  sofort beproben zu lassen. Verbraucher müssten sich jedenfalls nicht um ihre Weihnachtsgans sorgen, sagte Verbandsgeschäftsführer Dieter Oltmann in Oldenburg: „Bei dieser Variante sitzt das Virus nicht im Fleisch der Tiere. Diese müssen vorher beproben worden sein.“

Auch das niedersächsische Landvolk erwartet keine Engpässe. Die meisten Tiere seien inzwischen geschlachtet, um sie frisch auf Wochen- und Bauernmärkten zu verkaufen. Das Virus sei für Menschen ungefährlich.

dpa

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