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Der Norden Niedersachsen bleibt weiter nur Mittelmaß
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06:09 29.06.2016
Von Saskia Döhner
Kind in einer Krippe. Quelle: dpa
Hannover

Bei den Kindergartenkindern im Alter zwischen drei und sechs Jahren ist eine Erzieherin rein rechnerisch für 8,4 Kinder zuständig, im Bundesvergleich kommt Niedersachsen damit auf Rang 3. Die Studie basiert auf Daten vom März 2015. Insgesamt hat sich der Personalschlüssel in Niedersachsen in Krippen und Kitas leicht verbessert. 2012 wurden noch 4,2 Krippenkinder von einer Fachkraft betreut und 8,8 Kindergartenkinder. Damit nimmt das Land im Bundesvergleich eine mittlere Position ein.

Bei den unter Dreijährigen besuchen 22 Prozent eine Krippe, bei den Drei- bis Sechsjährigen liegt die Betreuungsquote bei 93 Prozent. Von einem kindgerechten und pädagogisch sinnvollen Betreuungsverhältnis sei Niedersachsen - wie auch die anderen Bundesländer - noch weit entfernt, teilte die Bertelsmann-Stiftung mit. Nach Expertenmeinung soll sich eine Erzieherin um höchstens drei Krippenkinder und um 7,5 Kindergartenkinder kümmern. Niedersachsen will bis 2020 die dritte Kraft in Krippengruppen stufenweise flächendeckend einführen. Diese  Entwicklung ist in der Studie noch nicht berücksichtigt. Das Land hatte unlängst angekündigt, bis 2020 drei Milliarden Euro in die die frühkindliche Bildung stecken zu wollen, eingeschlossen sind auch der Ausbau der Sprachförderung.

"Kitabesuch allein verbessert Bildungschancen nicht"

In Wirklichkeit hat eine Erzieherin weniger Zeit für die Kinder, als über den Personalschlüssel ermittelt wird: Ein Viertel der Arbeitszeit geht laut Bertelsmann-Studie für Team- und Elterngespräche, Dokumentation und Fortbildung drauf, zudem verschlechterten längere Betreuungs- und Öffnungszeiten die Betreuungsrelation, wenn nicht zusätzliches Personal eingestellt werde. "Der Kitabesuch allein verbessert die Bildungschancen der Kinder nicht", sagt Jörg Dräger, Vorstand der Bertelsmann-Stiftung, "es kommt auf die Qualität der Angebote an".

Würde in Niedersachsen der von der Stiftung empfohlene Personalschlüssel umgesetzt, wären nach Drägers Berehcnungen rund 3500 weitere Erzieher nötig. Sie müssten auch gut qualifiziert sein. Immerhin haben in Niedersachsen schon 71 Prozent der 47.600 Betreuungskäfte einen einschlägigen Fachschulabschluss etwa den des Erziehers. Im Durchschnitt sind es in den westdeutschen Ländern sonst nur 66 Prozent, deutlich besser sind die ostdeutschen Länder mit einer Fachquote von 86 Prozent.

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