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Der Norden Land verbessert Krebsforschung
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13:29 14.09.2016
Sozialministerin Cornelia Rundt begrüßte den Beschluss des niedersächsischen Landtags für die Einrichtung eines klinischen Krebsregisters Quelle: Klein
Hannover

Seit 2003 hat Niedersachsen bereits ein epidemiologisches Krebsregister, in dem die Häufung von Krebserkrankungen erfasst werden. Dadurch sind unter anderem die Häufungen von Leukämie-Erkrankungen  bei Männern und Schilddrüsenkrebs-Erkrankungen von Frauen rund um das marode Atommüll-Endlager Asse im Kreis Wolfenbüttel festgestellt worden. Auch dass in der Nähe von Erdgasförderanlagen im Kreis Rotenburg auffällig viele Menschen an Krebs erkrankt sind, ist über dieses Register erkannt worden.

Das epidemiologische Register informiert allerdings nur über die statistische Häufung - Ursachen, Therapien und Therapieverläufe werden darin nicht festgehalten. Das soll jetzt in dem neuen klinischen Register geschehen. Niedersachsen macht diesen Schritt nicht allein, sondern im Auftrag des Bundes: Der hat 2013 alle Bundesländer verpflichtet, ein solches Register einzurichten.

Mit der dann bundesweit einheitlichen Erfassung von Erkrankungen und Therapien werde die Forschung und Weiterentwicklung der Krebstherapien vorangetrieben, sagte Thomas Schremmer (Grüne). Auch Thela Wernstedt (SPD) sprach von einem "wichtigen Beitrag zur Versorgung Krebskranker".

Protest gegen den Gesetzentwurf kam von der CDU. Allerdings wendet sich die Fraktion nicht gegen das Register als solches, sondern hätte die Geschäftsstelle lieber als Anstalt öffentlichen Rechts gegründet, die dann direkt dem Gesundheitsministerium unterstellt worden wäre. Die Landesregierung hat dagegen beschlossen, diese an die Ärztekammern anzudocken. "Wir haben eine Umsetzung in eigener Hand geprüft", sagte Gesundheitsministerin Cornelia Rundt (SPD). Doch letztlich habe man sich entschlossen, diese Aufgabe den Ärztekammern zu übertragen, die bereits Erfahrung im Umgang mit Patientendaten haben. Eine neue Behörde müsse sich diese Fachlichkeit und dieses Vertrauen bei den Beteiligten erst noch erarbeiten, so die Ministerin.

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