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Der Norden Philologenverband: Gymnasiallehrer sollen weniger unterrichten
Nachrichten Der Norden Philologenverband: Gymnasiallehrer sollen weniger unterrichten
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15:41 01.11.2018
Mehr als drei Überstunden pro Woche: Lehrer an Gymnasien – wie hier an der Elsa-Brändström-Schule in Hannover – arbeiten zu lange. Sollen sie deshalb weniger unterrichten? Quelle: Michael Thomas (Archiv)
Hannover

Der Philologenverband fordert die Unterrichtsverpflichtung für Pädagogen an Gymnasien zu senken. Die vom Land eingerichtete Kommission zur Lehrerarbeitszeit hatte in ihrem Abschlussbericht zur Entlastung ein ganzes Maßnahmenbündel, darunter auch die Senkung der Pflichtstundenzahl für Grundschullehrer von 28 auf 27 Stunden vorgeschlagen. Es ginge nicht an, dass für die Lehrer, die die meisten Überstunden leisteten, die Unterrichtsverpflichtung nicht reduziert werde, betonte Philologenchef Horst Audritz am Donnerstag.

Gymnasiallehrer arbeiten drei Stunden pro Woche zu lange

Die Auswertung einer Arbeitzseitstudie der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), bei der rund 3000 Lehrer in Niedersachsen über ein Schuljahr minutengenau ihre Arbeitszeit erfasst hatten, hatte ergeben, dass Pädagogen an Gymnasien im Schnitt 3 Stunden und 5 Minuten länger pro Woche arbeiteten als nötig, bei den Grundschullehrern sind es 1 Stunde und 20 Minuten, bei den Gesamtschullehrern vier Minuten.

Zurzeit müssen Lehrer an Gymnasien 23,5 Stunden in der Woche unterrichten. Der Versuch der früheren rot-grünen Landesregierung, die Pflichtstundenzahl auf 24,5 Wochenstunden zu erhöhen, war krachend gescheitert. Es gab zahlreiche Demonstrationen der Bildungsverbände, Gymnasiallehrer weigerten aus Protest sich über Jahre, mit Schülern auf Klassenfahrt zu fahren. Das Oberverwaltungsgericht Lüneburg beschied dem Land 2015, das die Erhöhung der Pflichtstundenzahl rechtswidrig war.

Von Saskia Döhner

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