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Der Norden Ab 2025 sollen erste MHH-Neubauten stehen
Nachrichten Der Norden Ab 2025 sollen erste MHH-Neubauten stehen
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00:16 08.06.2018
Sanierung und Neubau der MHH sollen bald angegangen werden. Quelle: Dpa
Hannover

Das Land Niedersachsen will eine Milliarde Euro in die Sanierung und den Neubau der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) stecken. Wissenschaftsminister Björn Thümler (CDU) macht jetzt Dampf bei der Planung. Thümler kündigte am Montag an, dass so schnell wie möglich mit dem Bau von Teilabschnitten begonnen werden soll. „Ab 2025 sollen die Veränderungen an der MHH sichtbar sein“, sagte der Minister in Hannover. Ein neu eingerichteter Baubeirat soll das Ministerium bei der Sanierung beraten. Thümler reagiert damit möglicherweise auch auf die teilweise chaotische Bauplanung der MHH in den vergangenen Jahren.

Der CDU-Politiker wollte sich aber nicht auf einen Termin für den Baubeginn festlegen. Unter anderem, weil es Probleme mit einem Gutachten für die Standortauswahl gibt. Die Baukonjunktur sei explodiert. „Es ist schwer, jemand zu finden.“ Nach Angaben des Ministers ist bei der Ausschreibung kein Angebot abgegeben worden. „Die MHH kann das Gutachten jetzt freihändig vergeben“, sagte Thümler. Er rechnet Anfang 2019 mit Ergebnissen.

Der siebenköpfige Baubeirat unter dem Vorsitz des ehemaligen Aufsichtsrats der Hochtief AG, Olaf Hasselmann, soll seine Ergebnisse unmittelbar dem Ministerium mitteilen. Konkret geht es zunächst um eine Einschätzung der Masterpläne für die Sanierung, die die MHH und die Universitätsmedizin Göttingen vorgelegt haben. Erste Ergebnisse werden im Herbst erwartet. „Wichtigster Schritt ist jetzt, dass wir die Planung anschieben“, sagte Hasselmann.

„Unser Ziel ist es, die Hochschulkliniken optimal für die weitere wissenschaftlich-medizinische Entwicklung aufzustellen und sie zu national wie international beispielgebenden Standorten der Hochschulmedizin zu entwickeln“, betonte Thümler. Dies könne nur bei einer sorgfältigen und vorausschauenden Planung gelingen.

Die rot-schwarze Landesregierung hat für das Milliardenprojekt bisher ein Sondervermögen von 900 Millionen Euro eingeplant. Der Investitionsbedarf in beide Kliniken wurde Ende 2016 auf mindestens 2,1 Milliarden Euro geschätzt. Die Bauten sind teilweise mehr als 40 Jahre alt und genügen nicht mehr den Anforderungen an moderne medizinische Geräte. In Göttingen soll mit dem Bau bereits im kommenden Jahr begonnen werden.

Die Wirtschaft begrüßte die Ankündigung. „Es ist gut, dass Minister Thümler die Neubauten zur Chefsache gemacht hat und für eine neue Infrastruktur sorgt“, erklärte der Hauptgeschäftsführer der Unternehmerverbände Niedersachsen (UVN), Volker Müller. „Zuvor hat das Land jahrelang notwendige Instandhaltungskosten in den Universitätskliniken vermissen lassen.“ Dabei sei die Universitätsmedizin Göttingen mit über 7000 Mitarbeitern der größte Arbeitgeber Südniedersachsens und die Medizinische Hochschule Hannover mit über 8000 Mitarbeitern in der Region Hannover sowohl für die Patienten als auch für die Mitarbeiter von außerordentlicher Bedeutung.

Von Marco Seng

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