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Der Norden Mordprozess: "Alpi" wollte mit Videos Geld verdienen
Nachrichten Der Norden Mordprozess: "Alpi" wollte mit Videos Geld verdienen
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11:26 15.12.2016
Vor Gericht: Der als "Alpi" bekannte Motorradfahrer. Quelle: Youtube/Screenshot
Bremen

Der wegen Mordes angeklagte Motorradraser aus Bremen hat davon geträumt, mit seinen rasanten Fahrten seinen Lebensunterhalt zu verdienen. Das sagte der junge Mann am Donnerstag im Landgericht Bremen aus. Dort muss sich der 24-Jährige verantworten, weil er im Juni mit seinem Motorrad einen Fußgänger überfuhr, der bei Rot über die Straße ging. Der 75-Jährige starb bei dem Unfall.

Die Mitschnitte seiner Fahrten stellte der 24-Jährige regelmäßig ins Internet, um mit den spektakulären Videos Einnahmen zu erzielen. Den tödlichen Unfall habe seine Helmkamera aber nicht mehr aufgezeichnet, vermutlich weil der Akku leer war, sagte der Angeklagte. Laut Anklage hatte der Mann zudem kurz vor dem Zusammenstoß ein Auto touchiert und danach Fahrerflucht begangen.

Die Videos, die der in der Bikerszene als "Alpi" bekannte Mann in den Monaten vor dem Crash ins Internet gestellt hatte, haben die Ermittler ausgewertet. Darauf zu sehen sind riskante Fahrmanöver und Beinaheunfälle. Mehr als 80 000 Abonnenten hatte der YouTube-Kanal. 

Zu Beginn der Sitzung hatte das Gericht einen sogenannten Besetzungseinwand der Verteidigung abgelehnt. Das Bremer Landgericht hatte für den Prozess wegen Überlastung der Strafkammern eine Hilfsstrafkammer berufen. Hätte das Gericht dem Einwand stattgegeben, hätte das Verfahren neu beginnen müssen.

Von Janet Binder/dpa

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