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Der Norden Musiker blockieren Fliegerhorst
Nachrichten Der Norden Musiker blockieren Fliegerhorst
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00:17 24.08.2017
„Das sind demokratische Rechte“: Eine Flötenspielerin in Jagel. Quelle: Carsten Rehder
Jagel

Dutzende Musiker haben den Fliegerhorst im schleswig-holsteinischen Jagel mehrere Stunden lang abgeriegelt. Alle elf Zufahrten und Eingänge zu dem Stützpunkt seien „mit Musik blockiert worden“, sagte der Sprecher des Netzwerks Lebenslaute, Marcus Bayer, am Montag. Ein Sprecher der Luftwaffe in Berlin gab sich gelassen: „Das sind demokratische Rechte, die dort ausgeübt werden.“ Man habe keine Probleme mit so einer Meinungsäußerung, solange alles friedlich bleibe.

Busse für die Mitarbeiter

Die Sänger und Orchestermusiker sowie ihre Unterstützer wollten mit der Aktion unter anderem gegen die geplante Anschaffung von Kampfdrohnen demonstrieren. In Jagel ist das Taktische Luftwaffengeschwader 51 stationiert. Hier werden unter anderem die deutschen Tornado-Piloten ausgebildet. Piloten aus Jagel waren zuletzt an Aufklärungsflügen im Kampf gegen den IS über Syrien und dem Irak beteiligt.

Die rund 150 Teilnehmer der Blockade-Aktion wollten verhindern, dass Bundeswehr-Angehörige ihren Arbeitsplatz erreichen können. Mitarbeiter wurden daraufhin mit Bussen in den Stützpunkt gebracht.

„Alle Aktionen verliefen friedlich“, sagte ein Polizeisprecher. Zum Ende gab es vor dem Haupttor ein Abschlusskonzert. Die „Lebenslaute“-Musiker treffen sich nach Angaben des Netzwerk-Sprechers einmal jährlich zu einer großen Sommeraktion.

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