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Der Norden Nach Einbruch: Neue Aufgaben für Politik-Abitur
Nachrichten Der Norden Nach Einbruch: Neue Aufgaben für Politik-Abitur
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20:29 27.03.2017
Von Saskia Döhner
Ein Einbruch in einem Gymnasium im Heidekreis hat für viele Abiturienten landesweit Folgen gehabt. Quelle: Symbolbild
Hannover

In dem Geldschrank waren über das Wochenende die Abiturunterlagen aufbewahrt gewesen. Die Polizei Soltau bestätigte der HAZ, dass es sich bei der betroffenen Schule um das Gymnasium in Munster handelte.

Die Täter seien in der Nacht zu Sonnabend durch das Fenster eingestiegen und hätten mehrere kleine Tresore aufgebrochen. In einem lagen auch die ursprünglichen Klausuren für die Politik-Prüfung. „Die Täter hatten es aber vermutlich auf Geld abgesehen“, sagte ein Polizeisprecher. Es seien 700  Euro entwendet worden.

Die Abi-Aufgaben sind nach Angaben des Kultusministeriums nicht entwendet worden. Da ein Missbrauch aber nicht ausgeschlossen werden könne, habe man am Sonnabend lieber neue Aufgaben an die Schulen gegeben. Behauptungen, das Politik­abitur sei nach dem Vorfall abgebrochen worden, seien falsch. „Das sind Fake-News“, sagte ein Ministeriumssprecher. „Tatsache ist: Die Prüfungen fanden planmäßig statt.“ Nur an einer Handvoll Schulen sollen die Prüfungen verspätet begonnen haben.

Einen vergleichbaren Vorfall habe es in der Vergangenheit noch nicht gegeben, heißt es im Ministerium. Konsequenzen will das Land daraus vorerst aber nicht ziehen.

Um sicherzustellen, dass die Abituraufgaben nicht vorher bekannt werden, weil ein Lehrer sich verplappert oder aus Versehen eine Klausur am Kopierer liegen lässt, verschickt das Land die Aufgaben normalerweise erst einen Tag vor der Prüfung. Die Schulen können sich – wie beim Onlinebanking – über eine PIN und eine TAN einloggen und dann die Aufgaben aus dem Internet herunterladen.

Normalerweise werden die Fragen am Morgen des Prüfungstags für alle Schüler kopiert. Problematisch ist es, wenn die Prüfung auf einen Montag fällt – wie bei der gestrigen Politikklausur. In diesem Fall hatte die Schule im Heidekreis offenkundig die Klausuren schon am Freitag kopiert und sie in einen Tresor gelegt, um am Montagmorgen weniger Stress zu haben.

Der Vorsitzende des Philologenverbands, Horst Audritz, der selbst die Klausur an einer Schule in Wolfenbüttel beaufsichtigt hatte, berichtete von nur geringfügigen Verzögerungen. Er sprach von einem „sehr guten und schnellen Krisenmanagement im Ministerium“, es sei jedenfalls deutlich besser als beim Mathematik-Abitur 2016. Damals musste die Bewertung angehoben werden, weil einzelne Fragen von Fachleuten im Nachhinein als deutlich zu schwer bewertet wurden.

Das Abitur für landesweit rund 36 000 Schüler läuft seit vergangenem Mittwoch. Bis zu den Osterferien werden zwölf Klausuren geschrieben, danach weitere vier.

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