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Der Norden Nach Missbrauch: Bischof entsetzt, Eltern irritiert
Nachrichten Der Norden Nach Missbrauch: Bischof entsetzt, Eltern irritiert
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00:17 19.05.2017
Quelle: Holger Hollemann / dpa
Hildesheim

Bischof Norbert Trelle hat sich nach dem Missbrauchsfall an der katholischen Marienschule in Hildesheim entsetzt gezeigt. Die Jugendliche sei „trotz intensiver Präventionsarbeit Opfer eines sexuellen Missbrauchs geworden“. Der Lehrer, über dessen Übergriffe die Eltern einer jugendlichen Schülerin die Schulleitung in der vergangenen Woche informiert hatten, ist nach Informationen der HAZ derzeit krankgeschrieben. Der 60-Jährige wurde fristlos entlassen.

Was genau sich zwischen ihm und der Schülerin abgespielt hat, ist unklar. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen des Verdachts des sexuellen Missbrauchs Schutzbefohlener. Der Lehrer gilt derzeit formal als Beschuldigter.

Eltern zeigen sich irritiert

Für Irritationen unter einigen Eltern hat gesorgt, dass der Missbrauchsfall vor dem Ende der mündlichen Abitur-Prüfungen bekannt wurde. Die fanden an der Marienschule am Montag und gestern statt. „Wir hätten uns gewünscht, dass man die Prüfungen abwartet, um die Belastung nicht noch größer zu machen“, so ein Vater.

Das Bistum hatte den Fall selbst öffentlich gemacht - und sich dabei offenbar unter Zeitdruck gesehen. Die Befürchtung der Verantwortlichen: Würde der Fall öffentlich werden und das Bistum darauf reagieren, wäre ihm wieder vorgeworfen worden, es wolle unliebsame Fälle vertuschen - so war es mit dem Verdacht gewesen, der frühere Bischof Heinrich Maria Janssen habe Messdiener missbraucht. Bistums-Pressesprecher Volker Bauerfeld sagte dazu gestern auf Nachfrage: „Unser Bestreben war, die Öffentlichkeit angemessen zu informieren, unter Wahrung des Opferschutzes. Dass das mit den Abitur-Prüfungen zusammenfällt, ist ein unglücklicher Umstand.“

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