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Der Norden Niedersachsen testet bei Hannover autonomes Fahren
Nachrichten Der Norden Niedersachsen testet bei Hannover autonomes Fahren
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00:15 16.06.2016
Quelle: dpa
Hannover

Niedersachsen will zwischen Hannover, Braunschweig, Salzgitter und Hildesheim einen Testring für autonomes Fahren aufbauen. Die Strecken, auf denen mit automatischen Fahrzeugen sowie intelligenten Fahr- und Verkehrslenksystemen experimentiert werden soll, sollen bis 2018 stückweise mit der erforderlichen Technik ausgerüstet werden, sagte Wirtschaftsminister Olaf Lies (SPD) der HAZ.

Zum Testfeld soll das Stadtgebiet Braunschweig gehören, in dem bereits jetzt autonomes Fahren getestet wird. Dann sollen schrittweise die A 39 zwischen dem Dreieck Salzgitter und Wolfsburg, die A 2 zwischen Hannover und Braunschweig, die A 7 zwischen Hannover und dem Dreieck Salzgitter sowie mehrere Ausweichstrecken ergänzt werden. Insgesamt soll das Testfeld mehr als 270 Kilometer Strecke umfassen. Federführend sind das Land Niedersachsen und das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), das über eine Verkehrsforschungsabteilung verfügt. Das Testfeld werde zusammen mit den Unternehmen Volkswagen und Continental aufgebaut und betrieben, sagte Lies.

Großes "digitales Testfeld" in Bayern

Die Bundesregierung plant, in den nächsten Jahren einen Abschnitt der A 9 in Bayern zum „digitalen Testfeld“ auszubauen. Eine Autobahn reiche aber nicht aus, meint Lies: „Wir brauchen ein Feld, das die Gesamtrealität abbildet.“ Dabei gehe es nicht nur um selbstfahrende Fahrzeuge, sondern auch um fahrunterstützende Systeme und intelligente Verkehrslenkung. Dafür müssen etwa entlang der Strecken Masten, Sensoren und Kameras aufgebaut werden, die sowohl die Verkehrsströme erfassen als auch mit den intelligenten Fahrzeugen kommunizieren können. Land und DLR wollen in die beiden Autobahnabschnitte, die im nächsten Jahr umgebaut werden, fünf Millionen Euro investieren. Die weiteren Abschnitte sollen in den nächsten Jahren folgen. Das Land komme ohne Geld vom Bund aus, sagte Lies.

Noch keine Vollautomatisierung

Ein Sicherheitsrisiko für andere Fahrer sieht der Minister nicht. „Der Weg vom unterstützten zum automatischen Fahren ist der Weg zu mehr Verkehrssicherheit“, sagte Lies. Rechtlich ist der Fahrer des automatisierten Autos verpflichtet, die Situation zu überwachen und jederzeit eingreifen zu können. Außerdem gehe es aktuell noch nicht um das vollautomatisierte Fahren, bei dem das Auto komplett ohne menschliche Hilfe auskomme, sondern um unterstützende Systeme, die etwa frühzeitig vor Bremsvorgängen, Staus oder Unfallschwerpunkten warnten.

Lies erhofft sich von der Teststrecke auch Erkenntnisse für die Verkehrsplanung: So könnte auf den Autobahnen ermittelt werden, warum sich Staus bilden oder die Unfallschwerpunkte der A 2 könnten mit den gesammelten Daten entschärft werden. Letztlich brauche man die intelligenten Systeme auch, um die wachsenden Verkehrsströme der Zukunft bewältigen zu können. „Das Thema Digitalisierung ist eine Chance, um mehr Verkehrsaufkommen auf bestehenden Strecken zu bekommen“, sagte der Minister.

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