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Juden-Retter Hans Calmeyer bekommt ein Museum

Osnabrück Juden-Retter Hans Calmeyer bekommt ein Museum

Osnabrück will seinen Sohn Hans Calmeyer mit einem eigenen Museum ehren. Er rettete als NS-Verwaltungsbeamter mehr als 3500 niederländischen Juden das Leben.

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Hans Calmeyer hat mindestens 3500 Juden vor dem KZ bewahrt.

Quelle: dpa

Osnabrück. Die Stadt Osnabrück will mit einem eigenen „Calmeyer-Haus“ an den Osnabrücker Juristen Hans Georg Calmeyer erinnern, der mehr Juden gerettet hat als irgendein anderer Deutscher. Der Rat der Stadt hat am Dienstag abend einstimmig beschlossen, dass das Museum für Calmeyer in der Villa Schlikker, der ehemaligen NSDAP-Zentrale in Osnabrück, untergebracht werden soll. Das Thema war zuvor jahrelang strittig gewesen. 

Ein Stadtsprecher sagte gestern, wann der Beschluss umgesetzt werde, sei noch offen. Die Villa müsse zunächst saniert werden, man wolle Fördergeld einwerben. „Aber wir sind am Start.“ Die Villa liegt direkt neben dem Nussbaum-Haus, dem Museum für den von den Nazis ermordeten jüdischen Maler Felix Nussbaum, der auch aus Osnabrück stammt.

Hans Calmeyer, 1903 in Osnabrück geboren, hatte im Zweiten Weltkrieg in den besetzten Niederlanden als in einer Nazi-Behörde als Saboteur dafür gesorgt, dass mindestens 3500 Juden mithilfe von gefälschten Abstimmungsnachweisen vor dem Abtransport ins KZ bewahrt wurden.

Von Bert Strebe

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