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Der Norden Keine höhere Polizeipräsenz als im Vorjahr
Nachrichten Der Norden Keine höhere Polizeipräsenz als im Vorjahr
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09:45 10.12.2016
Silvester in Hannover: Die Polizei plant mit einer gleichstarken Präsenz wie im Vorjahr. Quelle: Julian Stratenschulte/dpa
Hannover

Die Sicherheitskräfte in Niedersachsen sehen sich für die Silvesternacht gewappnet. Nach Angaben der Polizei geben der Verlauf der vergangenen Jahreswechsel in Niedersachsen und die Ereignisse in Köln keinen Anlass, die Sicherheitsmaßnahmen in den Großstädten anzupassen. "Wir zeigen jedes Jahr erhöhte Präsenz in der Silvesternacht, das wird auch in diesem Jahr wieder der Fall sein", sagte ein Sprecher der Polizei Hannover.

Böllerverbote zum Schutz von Menschen sind nur in Göttingen vorgesehen. In der Innenstadt wird aus Sorge vor Verletzungen erstmals ein offizielles Böllerverbot verhängt. "Dies ist notwendig geworden, weil in den letzten Jahren insbesondere auf dem Göttinger Marktplatz häufiger Böller unkontrolliert in die Zuschauermenge gefeuert wurden", teilte die Stadt mit.

Besondere Schutzvorkehrungen zugunsten der Natur und der historischen Stadtkerne gibt es dagegen schon lange in Nationalparks sowie vielen Fachwerkstädten. Städte wie Goslar, Celle und Wolfenbüttel haben hierzu Verfügungen erlassen, die über die gesetzlichen Regelungen hinausgehen. Raketen in den historischen Zentren anzuzünden, ist nicht erlaubt. "Wir haben viele Fachwerkhäuser, die wir schützen wollen", erklärte eine Sprecherin der Stadt Goslar. In Goslar war 2008 ein Millionenschaden entstanden, nachdem Raketen drei Fachwerkgebäude in der Altstadt in Brand gesetzt hatten.

Ein Verbot gilt auch für die niedersächsischen Nationalparks Harz und Wattenmeer. "Wenn viele Menschen das neue Jahr mit Böllern und Feuerwerk freudig begrüßen, finden gefiederte oder vierbeinige Zeitgenossen das gar nicht lustig", teilte der Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer mit. Daher gelte ein ganzjähriges Feuerwerksverbot, bei dem auch Silvester keine Ausnahme gemacht werde. Vor Kirchen, Alten- und Kinderheimen, Krankenhäusern und in der Nähe von Fachwerk- oder Reetdachhäusern gilt ohnehin ein gesetzliches Verbot zum Abbrennen von Pyrotechnik.

dpa/lni

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