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Der Norden Das seltsame Ritual beim Autokauf
Nachrichten Der Norden Das seltsame Ritual beim Autokauf
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00:16 05.06.2016
Von Karl Doeleke
Mit diesen Bildern sucht die Staatsanwaltschaft Verden die ehemaligen RAF-Mitglieder Burkhard Garweg (li.) und Ernst-Volker-Staub.  Quelle: Staatsanwaltschaft Verden
Hannover

So steht es in dem Fahndungsaufruf, den die niederländische Polizei im Internet veröffentlichte. Die "Alt-RAF-Mitglieder" Ernst-Volker Staub, Burkhard Garweg und Daniela Klette sollen die Überfälle begangen haben, "um ihren Lebensunterhalt zu verdienen", heißt es dort. Die holländische Polizei glaubt, die drei könnten als Touristen getarnt in den Niederlanden untergetaucht sein. 

Die deutschen Behörden haben sich mit einem Rechtshilfeersuchen an die Kollegen gewandt. "Es gibt Indizien, dass sich die Gesuchten in den Niederlanden aufhalten", sagte der Verdener Erste Staatsanwalt Lutz Gaebel am Donnerstag der HAZ. Er wollte darüber hinaus die Angaben der niederländischen Polizei nicht bestätigen. "Es ist aber richtig, dass wir prüfen, welche Zusammenhänge sonst noch bestehen." 

Laut Medienberichten macht das niedersächsische Landeskriminalamt die seit 1990 untergetauchten RAF-Mitglieder für eine ganze Reihe von Überfällen in Niedersachsen verantwortlich: unter anderem auch in Celle, Northeim, im Raum Osnabrück und in Stade. Sie sollen dabei 380.000 Euro erbeutet haben. Auch ein gescheiterter Überfall auf einen Geldboten in einem Hildesheimer Rewe-Markt im Mai könnte auf die drei zurückgehen.

Am Abend des 24. Mai wurde in Holland in einer Fernsehsendung ähnlich "Aktenzeichen XY...ungelöst" über den Überfall auf einen Geldtransporter in Stuhr bei Bremen im vergangenen Juni berichtet. Die Staatsanwaltschaft Verden macht Garweg, Staub und Klette für die gescheiterte Tat verantwortlich. "Sie haben keine Papiere mehr und können nicht legal an Geld kommen", berichtet nun die niederländische Polizei. "Wahrscheinlich begehen die beiden Männer jeweils den Überfall, während Daniela Klette das Fluchtfahrzeug lenkt."

Auch über die Fluchtfahrzeuge hoffen die Ermittler zu den Tätern zu gelangen. Darum gibt es auch einen ausdrücklichen Aufruf an Gebrauchtwagenhändler in den Niederlanden, denn der Kauf der Autos läuft anscheinend nach einem konspirativen Ritual ab. Laut Thomas Aling von der Polizei in Utrecht war es immer Staub, der die Autos kaufte. Während der Probefahrten wollte er aber nie selbst am Steuer sitzen, sondern nahm immer auf dem Beifahrersitz platz - offenbar um keine Fingerabdrücke am Lenkrad zu hinterlassen. "Das ist natürlich etwas seltsam für eine Probefahrt", sagt Aling im niederländischen Fernsehen. Und: Wenn es dann zum Kauf kam, mussten die Händler die Wagen immer an einem vorher abgemachten Platz hinterlassen. "Welchem Autohändler kommt das bekannt vor?", fragt die niederländische Polizei in ihrem Fahndungsaufruf.

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