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Der Norden Polizei im Norden greift nur selten zur Waffe
Nachrichten Der Norden Polizei im Norden greift nur selten zur Waffe
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10:35 16.07.2017
Quelle: dpa (Symbolbild)

Ähnlich selten gaben die Beamte Warnschüsse ab, zwei in Niedersachsen und einen in Bremen im vergangenen Jahr. Außerdem feuerten niedersächsische Polizisten zehn Signalschüsse ab, um Kollegen bei einer Verfolgung von Kriminellen den Weg zu weisen. Einen unzulässigen Griff zur Waffe gab es in beiden Bundesländern in den beiden letzten Jahren nicht.

Durch Polizeischüsse wurde in Niedersachsen im vergangenen Jahr ein Mensch verletzt. 2015 erschoss ein Beamter einen 31-Jährigen in Bad Zwischenahn, der auf einen weiteren Polizisten einstach und sich mit Pfefferspray nicht stoppen ließ.

In Bremen wurde im vergangenen Jahr versehentlich eine 17-Jährige durch einen Polizeischuss schwer verletzt. Bei einem Einsatz nach einer Party hatte ein Beamter die Jugendliche mit einem Schuss durch die Wohnungstüre getroffen, nachdem zuvor mit einer Gaspistole durch die einen Spalt breit geöffnete Tür nach draußen gefeuert worden war. Bei einem Unfall mit einer Dienstwaffe wurde 2016 in Bremerhaven auch ein Reporter der „Nordsee-Zeitung“ durch einen Schuss verletzt. Er hatte sich Dienstwaffen vorführen lassen und einen unbeabsichtigten Beindurchschuss erlitten.

Auch in Niedersachsen lösten sich unbeabsichtigt Schüsse aus Polizeiwaffen, drei Mal im vergangenen Jahr und zwei Mal in 2015. Dadurch kam aber niemand zu Schaden.

Häufig nutzen Polizeibeamte ihre Waffen allerdings, um kranke oder verletzte Tiere von ihrem Leiden zu erlösen: 1746 solcher Schüsse wurden im vergangenen Jahr in Niedersachsen abgegeben, in Bremen 8. 2015 gab es 1394 beziehungsweise 11 Schüsse auf Tiere.

In Zusammenhang mit Menschen dürfen Polizisten ihre Waffen nur in Extremsituationen einsetzen. Gründe sind meist Notwehr oder der Schutz eines Bedrohten. Beamte lernen in der Ausbildung, schwierige Situationen mit möglichst geringer Gewaltanwendung zu bestehen. Ihnen stehen dafür beispielsweise Schlagstöcke oder Pfefferspray zur Verfügung. In manchen Fällen bleibt den Beamten aber nichts anderes übrig, als die Pistole einzusetzen. Etwa, wenn sie selbst unter Feuer geraten oder mit einem Messer angegriffen werden.

Der Polizist Oliver Tschirner hat 2009 in einer Masterarbeit an der Hochschule der Deutschen Polizei in Münster Polizisten befragt, die im Dienst einen Menschen getötet haben. Eines seiner Ergebnisse: Viele Polizisten sind danach ein Leben lang traumatisiert. Nur ein Drittel kehre bald in den Dienst zurück. Beim zweiten Drittel gelten die Folgen als langwierig, oft müssen die Kollegen zum Innendienst. Das letzte Drittel leide fortwährend und sei lange therapiebedürftig.

dpa

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