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Der Norden Zerstören Kioske die Bars und Clubs auf St. Pauli?
Nachrichten Der Norden Zerstören Kioske die Bars und Clubs auf St. Pauli?
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20:56 23.03.2018
Billiger Alkohol aus immer Kiosken vermiest den Betreiber von Bars und Clubs auf St. Pauli das Geschäft. Dagegen haben sie Freitagabend protestiert. Quelle: Axel Heimken
Hamburg

  Unter dem Motto „Der ganze Kiez ein Kiosk“ haben am Freitagabend zahlreiche Clubs und Bars rund um die Hamburger Reeperbahn mindestens eine Stunde lang Alkohol nur über die Fenster verkauft. Ihre Räume und damit auch Toiletten blieben währenddessen geschlossen. Mit der Protest-Aktion demonstrieren sie gegen den zunehmenden Ausschank von Billig-Alkohol von den mittlerweile rund 60 Kiosken im Stadtteil St. Pauli.

 „Wenn es so weitergeht, wird es irgendwann keine Bars, Clubs und Theater mehr im Viertel geben“, mahnte Kiez-Legende Corny Littmann, der sich mit seinem „Schmidt Theater“ an der Aktion beteiligte und den Protest mit organisierte. Der „Sommersalon“, das „Kukuun“ und auch die „Olivia Jones Bar“ der bekannten Hamburger Dragqueen schlossen sich ebenfalls an.

 Die Organisatoren wollen sich mit der Aktion gegen die „unfaire Bevorteilung gegenüber Gastronomen“ zur Wehr setzen. Vor allem klagten sie darüber, dass ein Kiosk nicht denselben Auflagen wie die gastronomischen Betriebe unterliegt, die Toiletten vorhalten, Brandschutz und Schallschutzmaßnahmen nachweisen müssen. Sie sehen dadurch die kulturelle Vielfalt des Stadtteils bedroht und berichten von dramatischen Umsatzeinbußen.

 Doch es gibt auch viele alteingesessene Kioskbesitzer, die aufgrund der Proteste Angst um ihre Existenz haben. „Ich betreibe meinen Laden hier seit 35 Jahren“, berichtet Kamal, der seinen Kiosk in der Silbersacktwiete betreibt. „Wenn ich, wie von den Organisatoren gefordert, ab 22 Uhr keinen Alkohol mehr verkaufen darf, kann ich meinen Laden auch gleich dichtmachen“, gibt er zu bedenken.

Von dpa

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