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Der Norden Straftäter aus Maßregelvollzug entkommen
Nachrichten Der Norden Straftäter aus Maßregelvollzug entkommen
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00:15 26.12.2016
Quelle: Symbolbild
Königslutter/Hannover

Der 26-Jährige, war wegen Betrugs und Körperverletzung verurteilt worden. Er sei am 21. Dezember bei einem Arztbesuch seinen Begleitern entkommen, sagte der Sprecher des Sozialministeriums, Uwe Hildebrandt, am Freitag. Der Mann, der vom Gericht wegen seiner Suchterkrankung nicht ins Gefängnis gesteckt, sondern in die Klinik in Königlsutter eingewiesen worden war, habe sich beim Einsteigen in ein Auto losgerissen und sei davon gelaufen. Obwohl er mit Handschellen gefesselt war, konnten ihm seine Begleiter nicht folgen. Der Mann sei jetzt zur Fahndung ausgeschrieben, sagte Hildebrandt.

Bereits der 15. Fall in diesem Jahr

So genannte Entweichungen von Patienten aus dem Maßregelvollzug haben in diesem Jahr in Niedersachsen wiederholt für Schlagzeilen gesorgt. Am 15. April teilte Sozialministerin Cornelia Rundt im Landtag mit, dass ein 48-jähriger Patient des Maßregelvollzugs in Rehburg-Loccum im Verdacht stehe, im September 2015 eine 23-jährige Frau im Loccumer Klosterwald ermordet zu haben. Am 9. Mai hatte ein Straftäter, der in der Anstalt in Loccum in Therapie war, aber im offenen Vollzug in einer Ein-Zimmer-Wohnung lebte, eine 73-Jährige mit einem Messer angegriffen. Am 17. Mai war ein 39-jähriger verurteilter Mörder aus dem Maßregelvollzug in Moringen geflohen. Er konnte später in Bremen wieder festgenommen werden. Und am 24. Mai war ein 32-jähriger Gewalttäter aus einer Klinik in Hildesheim entkommen. Er wurde eine Woche später in Gifhorn wieder gefasst.

Ministerium verschärft die Lockerungsregelungen

In mehreren dieser Fälle hatten sich die Patienten zur Flucht entschlossen, nachdem ihre Therapie für gescheitert erklärt worden war. Um das in Zukunft zu verhindern, hatte das Ministerium die Lockerungsregelungen verschärft. Der jetzt geflohene Patient aus Königslutter stand aktuell aber weder vor dem Ende seiner Therapie noch vor einer Rücknahme von Lockerungen. Mit dem jetzt vorliegenden Fall sind in diesem Jahr 15 Patienten aus dem Maßregelvollzug geflohen, ebenso viele waren es 2015. „In den Jahren davor hat die Zahl immer darüber gelegen“, betont Ministeriumssprecher Hildebrandt. Auch die Zahl der so genannten passiven Entweichungen, bei denen Patienten von einem genehmigten Freigang nicht mehr zurückkehren, sei mit 39 auf dem niedrigsten Stand seit 1999.

Im Maßregelvollzug werden psychisch kranke oder suchtkranke Menschen untergebracht, die schwere Straftaten verübt haben. Davon betroffen sind in Niedersachsen aktuell 1300 Personen, in der Mehrzahl Männer.

Der CDU-Landtagsabgeordnete Martin Bäumer hat eine weitere Anfrage zu sogenannten Chemtrails bei der niedersächsischen Landesregierung gestellt. Diesmal geht es ihm um Werte, die Bayern ausweist, Niedersachsen dagegen nicht. Bäumer hat wegen seiner bisherigen Anfragen schon viel Spott geerntet.

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