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Der Norden Ausfallen von Straßenlaternen gibt Rätsel auf
Nachrichten Der Norden Ausfallen von Straßenlaternen gibt Rätsel auf
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00:16 20.01.2017
Von Karl Doeleke
Ein Licht in der Nacht: Nur in Ostrhauderfehn ist es immer wieder schlagartig zappenduster. Quelle: dpa, Symbolfoto
Ostrhauderfehn

Der Ärger der Anwohner ist aber trotzdem groß, wie die „Ostfriesen-Zeitung“ am Dienstag berichtete. Etwa 3000 bis 4000 Einwohner südlich der Hauptstraße sind betroffen, schätzt Bürgermeister Harders.
Warum immer wieder die Beleuchtung versagt, ist auch dem Energieversorger EWE nicht so ganz klar. „Es ist offensichtlich ein störendes Signal im Netz“, erklärt ein Sprecher. „Im Moment haben wir aber keine Erkenntnisse über die Ursache.“ Das Signal beeinflusse unabsichtlich die Steuerung der Straßenbeleuchtung in dem Ort. „Wir betrachten verschiedene technische Lösungen, um die Sache in den Griff zu bekommen.“

Bisher keine Lösung

Dabei haben sie in Ostrhauderfehn schon einiges probiert. Der Strom, berichtet Bürgermeister Harders, kommt jetzt aus einer anderen Richtung. Nicht mehr aus der Krummhörn, sondern aus Aurich. Hat nichts gebracht. Auch nicht, dass sie einen Verteilerkasten im Ort getauscht haben. Die EWE will in dieser Woche weitere Geräte in Ostrhauderfehn ersetzen. Ob es in dem Ort danach wieder hell wird?
In der 10 000-Einwohner-Gemeinde gibt es seit den Ausfällen jedenfalls wieder so etwas wie einen Nachtwächter. „Nur, dass er keine Laterne in der Hand hat“, sagt Bürgermeister Harders. Und dass er in Wahrheit ein Elektriker aus dem Ort ist.

Immer, wenn das Störsignal die Lichter ausgeknipst hat, muss er ausrücken und die Laternen händisch ein- und ausschalten. „Der muss manchmal mitten in der Nacht raus“, erklärt der Bürgermeister. Zum Glück sei er nicht besonders teuer.

Die Rechnung über 50 Euro je Einsatz reicht die Gemeinde außerdem an die EWE weiter. Sowieso, findet Bürgermeister Harders, klappt die Zusammenarbeit mit der EWE ganz gut. Nicht nur, dass sie die Rechnungen übernimmt, es gibt inzwischen auch eine gemeinsame Whatsapp-Gruppe, in der Gemeinde, Stromversorger und der Elektriker vertreten sind. Immer, wenn wieder mal das Licht ausgeht, sind alle gleich über den Kurznachrichtendienst informiert.
Und seitdem die EWE erklärt hat, dass nicht die Gemeinde verantwortlich ist, hätten sich die Bürger auch schon wieder beruhigt, erzählt Harders. Nur der Spott im Internet bei
Facebook, der hält an.     

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