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Der Norden Das sind Niedersachsens starke Frauen
Nachrichten Der Norden Das sind Niedersachsens starke Frauen
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15:53 30.12.2016
Von Gabriele Schulte
Herzogin Eléonore d'Olbreuse, Elise Bartels und Grenten Handorf gehören zu den bedeutendsten Niedersächsinnen. Quelle: HAZ/M
Hannover

Es scheint, als könnten sie kaum unterschiedlicher sein: die Politikerin und die Malerin, die Reformpädagogin, die Reederin und die Gynäkologin. Eine lebte im frühen Mittelalter, eine andere stieg vor rund 40 Jahren als erste Frau in den Führungskreis des Volkswagen-Konzerns auf. 30 in Niedersachsen verteilte „Frauenorte“ hat der Landesfrauenrat jetzt in einer Broschüre zusammengestellt, mit Lüneburg ist noch ein weiterer hinzugekommen. So verschieden deren Namensgeberinnen auch sind, eint sie doch dies: Alle haben in ihrem Gebiet Herausragendes geleistet, viele sind sogar Pionierinnen gewesen.

Vorbilder bei Mut und Leistung

„Uns geht es darum, Frauengeschichte sichtbar zu machen“, sagt Cornelia Klaus. Die Hannoveranerin ist Vorsitzende des Landesfrauenrats, der als überparteilicher Zusammenschluss von 60 Frauenverbänden und -gruppen mehr als 2,2  Millionen Niedersächsinnen vertritt. „Der Mut und die Leistungen dieser außerordentlichen Persönlichkeiten haben Vorbildfunktion auch für die nachwachsenden Generationen“, meint Klaus.

Seit neun Jahren macht sich eine Arbeitsgruppe auf die Suche nach Spuren bedeutender Frauen und arbeitet dabei mit Projektgruppen im ganzen Land zusammen. Stetig werden „weiße Flecken“ auf der Landkarte mit Frauengeschichte gefüllt – für 2017 sind bereits „Frauenorte“ in Diepholz, am Kloster Mariensee und in Bevern geplant. Ziel ist es, möglichst viele Regionen und möglichst viele Aktionsfelder von Frauen abzudecken.

Stadtführungen sind beliebt

Anders als beim Ideengeber Sachsen-Anhalt sieht das Konzept weit mehr als eine Gedenkplakette an der jeweiligen Wirkungsstätte vor. An vielen Orten werden Stadtführungen, Lesungen, Theateraufführungen und Ähnliches zum Thema angeboten. Federführend sind meist die Gleichstellungsbeauftragten, oft ist der Tourismusverband mit im Boot. So steht etwa in Leer kommende Woche zum Geburtstag der Autorin und Pädagogin Wilhelmine Siefkes ein Vortrag „Mädchen und Frauen streben nach Bildung“ auf dem Programm.

Vor allem die Führungen würden gut angenommen, berichtet Heidi Linder, Projektkoordinatorin beim Landesfrauenrat. Beliebt seien etwa Helene-Lange-Spaziergänge in Oldenburg und Wochenendarrangements in Bückeburg auf den Spuren von Fürstin Juliane, einer unkonventionellen Regentin des 18. Jahrhunderts.

Natürlich haben viele Städte etliche herausragende Frauenpersönlichkeiten zu bieten. So kann es mitunter lange dauern, bis eine davon zur Namensgeberin eines „Frauenorts“ erkoren wird – etwa in Hildesheim, wo sich eine Gruppe ganz unterschiedlicher Frauen schließlich auf die Sozialpolitikerin Elise Bartels einigte.

Weitere Informationen: Auf frauenorte-niedersachen.de findet sich Näheres zu den besonderen Frauen und Orten. Eine Wanderausstellung ist 2017 unter anderem ab 8. Februar in der Marktkirche Hannover zu sehen.     

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