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Böller und Flaschen fliegen

120 Fußballfans prügeln sich am Hauptbahnhof

Von Sonja Fröhlich

120 Randalierer haben am Sonnabend in Hannover fünf Polizisten verletzt. Auf dem Hauptbahnhof kam es nach Polizeiangaben zu Auseinandersetzungen zwischen Fußballfans – es flogen auch Böller und Glasflaschen.
Foto: Die Polizei nahm insgesamt sieben Fans fest.

Die Polizei nahm insgesamt sieben Fans fest.

© Tim Schaarschmidt (Archivbild)

Hannover. Im Hauptbahnhof Hannover ist es am Sonnabendabend zu Ausschreitungen zwischen durchreisenden Fußballfans gekommen. Wie die Bundespolizei mitteilte, seien auf der Verkaufsmeile im Untergeschoss zeitweise rund 120 Fans in Gruppen aufeinander losgegangen – die meisten von ihnen befanden sich auf dem Rückweg von Bremen nach Erfurt. Fünf Beamte wurden bei den Krawallen – bei denen auch Böller und Glasflaschen flogen – verletzt.

Gut 1300 Fans seien am Sonnabend nach verschiedenen Fußballpartien in Hannover eingetroffen, berichtete Detlef Lenger von der Bundespolizei, die 60 zusätzliche Kräfte bereitgestellt hatte. Vor allem die Stimmung unter den Erfurter und Bremer Fans – der FC Rot-Weiß Erfurt hatte zuvor 1:1 gegen den SV Werder Bremen II gespielt – sei aufgeheizt gewesen. Bei ihrer Begegnung in Hannover hätten sich die Fans mit Knallern und Bierflaschen attackiert. Daraufhin sei es zu Schlägereien gekommen. Bereits auf der Fahrt von Bremen nach Hannover hatten Fans im Zug randaliert und eine Deckenverkleidung beschädigt.

Im Hauptbahnhof mussten die Bundespolizisten Lenger zufolge Schlagstöcke und Pfefferspray einsetzen, um die Fans zu trennen. Mehrere Beteiligte erlitten Blessuren, darunter auch fünf Polizeibeamte. Insgesamt wurden sieben Randalierer aus Erfurt vorläufig festgenommen. Sie sind als „Gewalttäter Sport“ bei der Polizei aktenkundig. Die Männer müssen sich nun wegen Landfriedensbruch, gefährlicher Körperverletzung und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte verantworten.

Bundespolizist Lenger sprach am Sonntag vom ganz normalen Wahnsinn: „Das war für uns keine Überraschung.“ Regelmäßig käme es am Dreh- und Angelpunkt Hannover zur „3. Halbzeit“ unter den Fans, die im Zeichen von Gewalt stehe. Gerade die Wurfgeschosse seien auch für andere Passanten eine große Gefahr, warnte er.

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