Beschäftigte aus ganz Norddeutschland trafen sich Montagmittag zum Protest auf dem Opernplatz in Hannover.
Nach Angaben von ver.di waren rund 15.000 Beschäftigte bei der Kundgebung auf dem Opernplatz in Hannover. Laut Polizeiangaben haben sich nur 10.000 Demonstranten versammelt.
Bsirske sagte der HAZ, man müsse jetzt Nägel mit Köpfen machen. "Die Arbeitgeber haben sich in zwei Verhandlungsrunden nicht im Ansatz bewegt." ver.di habe mit dem Warnstreik nur die Stimmungslage in den Betrieben aufgenommen und müsse jetzt zeigen, dass man bereit sei zuzuspitzen.
Viele Beschäftigte könnten sich nicht vorstellen, wie sie bis zu ihrem 65. beziehungsweise 67. Lebensjahr arbeiten sollen, sagte er im Hinblick auf Altersteilzeitregelungen. "Die Arbeitgeber sollten mal acht Stunden hinter einem Müllwagen herrennen, um die Höhe der Belastung ermessen zu können."
Zur Kritik von Regionspräsident Hauke Jagau und Oberbürgermeister Stephan Weil (beide SPD) an den Streiks, sagte Bsirske dieser Zeitung: "Damit können sie nur die Verhandlungspolitik der Arbeitgeber gemeint haben." Klare Aktionen seien besser, als dass die Situation weiter vor sich hin dümpele. Hannover sei von Streiks nun einmal verstärkt betroffen, weil die Stadt ein zentraler Verkehrsknotenpunkt sei.
Video: Michael Thomas
Der Streik hatte am Montag damit begonnen, dass Mitarbeiter von Üstra, RegioBus, städtischen Kindergärten, aha und der Verwaltung von Stadt und Region ihre Arbeit für 24 Stunden niederlegten. Am Morgen kam es deshalb zu zahlreichen Staus in und um Hannover, weil viele Menschen mit dem Auto zur Arbeit fahren mussten.
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