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Stadtwerke Hannover

500 Millionen Euro für die Windkraft

Von Bernd Haase

Die Stadtwerke Hannover setzen noch stärker auf erneuerbare Energien: Sie wollen bis zum Jahr 2020 gemeinsam mit dem hannoverschen Projektentwickler LENPower 500 Millionen Euro in den Ausbau der Windkraft investieren.
Strom aus Windkraft: Die Stadtwerke wollen 500 Millionen Euro investieren.

Strom aus Windkraft: Die Stadtwerke wollen 500 Millionen Euro investieren.

© dpa

Hannover. Vor allem in der Region Hannover wollen die Partner neue Standorte suchen und sich an bestehenden Windparks beteiligen, um dort die Anlagen hochzurüsten. „Das ist unsere Präferenz, lässt sich aber nur realisieren, wenn die Rahmenbedingungen stimmen“, sagt Michael Feist, Vorstandsvorsitzender der Stadtwerke.

Damit das Geld in der Region bleibt, müsste die Regionsverwaltung erstens weitere Flächen für Windräder ausweisen. Zweitens haben viele Städte und Gemeinden wegen befürchteter Bürgerproteste und aus Angst vor Verschandelung der Landschaft die Nabenhöhe für die Rotoren auf ihrem Gebiet auf 100 Meter begrenzt. „Das ist nicht mehr zeitgemäß. Moderne Anlagen brauchen mindestens 135 Meter, um eine wirtschaftliche Energieausbeute zu erzielen“, sagt Nils Niescken, Geschäftsführer von LENPower. Vom Sockel bis zur Flügelspitze bringt es ein solcher Rotor auf gut 180 Meter, kostet etwa fünf Millionen Euro und erreicht drei Megawatt Leistung.

Unter dem Strich könnte die Zahl der Windräder in der Region – derzeit sind es fast 250 – sogar sinken, wenn die Partner ihr Investitionsprogramm durchziehen. Das würde dann passieren, wenn bestehende Altanlagen in großem Stil durch leistungsfähigere Rotoren ersetzt werden. Gerade dieses sogenannte Repowering wird aber durch die begrenzte Narbenhöhe verhindert. „Wenn wir höhere Windenergieanlagen bauen, rücken wir weiter von der Wohnbebauung ab als bisher“, sagt Niescken. Außerdem soll es Bürgermodelle geben, Rotoren also, an denen sich Anwohner über eine Gesellschaft beteiligen können.

Laut Feist haben die Partner derzeit zehn Projekte in der Prüfung, das erste könnte 2015 realisiert sein. Über die Standorte schweigen sie sich aus. Christoph Kollenda, Hauptabteilungsleiter Produktion der Stadtwerke, bestätigt lediglich, dass man im Fuhrberger Feld in der Wedemark gerne Windenergieanlagen im Wald aufbauen würde.

Feist stellt klar, dass man das Programm auf jeden Fall durchziehen wolle, notfalls also außerhalb der Region. Standorte auf hoher See schließt er wegen zu hohen Risikos aus. Die Stadtwerke wollen bis 2020 alle Privatkunden mit Ökostrom versorgen. Die Hälfte davon stammt aus Biomasse, in deren Ausbau das Unternehmen in den vergangenen Jahren investiert hat und bundesweit 30 Anlagen betreibt. Für die zweite Hälfte ist jetzt die Windkraft an der Reihe.

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