In den bisherigen, möglicherweise inzwischen veralteten Berechnungen ging die Stadt von 30 Millionen Euro Baukosten aus. Die Kommune will das Geld aber zunächst nicht selbst aufbringen. Die städtische Tochterfirma GBH soll nach den bisherigen Plänen in einer Art öffentlich-privater Partnerschaft eingebunden werden. Die GBH soll laut diesem Konzept die Immobilie kaufen. Nach Abriss und Neubau würde die Stadt das Schulgebäude in einem Mietkaufverfahren langfristig zurückerwerben. Details, auch zum Zeitplan, will die Verwaltung kommende Woche vorstellen. Der Bezirksrat Ricklingen berät am 24. September als erstes Gremium über die Pläne.
Zunächst hatte die Stadt eine Sanierung des riesigen wabenartigen Schulkomplexes aus den siebziger Jahren bevorzugt. Doch eine von der GBH in Auftrag gegebene Projektstudie hatte bereits Anfang 2008 ergeben, dass ein Neubau angesichts des schlechten Zustands der IGS Mühlenberg wirtschaftlicher sei. Das riesige Gebäude beherbergt zum Beispiel etliche fensterlose Räume im Inneren, in die kein Tageslicht dringt. Im Herbst 2008 hatte die Verwaltung bereits eine Änderung des Bebauungsplans veranlasst, weil sich bei einem Neubau die Gebäudegrenzen verschieben werden.
Mit 1850 Schülern und rund 150 Lehrern gilt die IGS Mühlenberg als größte Schule Hannovers. Die GBH-Studie schlug einen schrittweisen Neubau vor, bei dem stets nur ein Abschnitt abgerissen und neu gebaut werden soll. So könnte der Unterricht in einem Teil des Gebäudes weiterlaufen.
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