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Intel-Leibniz-Challenge

Hannover glänzt mit Jung-Informatikern

Zwei Siegerteams beim bundesweiten Schülerwettbewerb „Intel-Leibniz-Challenge“ kommen aus der Region.
Glückliche Sieger: Die Jungs vom KWRG und Georg-Büchner-Gymnasium (rechts).

Glückliche Sieger: Die Jungs vom KWRG und Georg-Büchner-Gymnasium (rechts).

© Rainer Surrey
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Das Interesse war gewaltig: 2250 Schüler in 630 Teams aus allen Bundesländern und zum Teil sogar aus deutschsprachigen Schulen im Ausland haben beim zweiten bundesweiten Wettbewerb „Intel-Leibniz-Challenge“ mitgemacht. Und rund 500 Jugendliche informierten sich am Mittwoch vor der Siegerehrung in der Uni über E-Technik-Studiengänge. Der Wettbewerb stand Schülern im 9. bis 13. Jahrgang offen. „Das Leistungsniveau entsprach aber eher der Abiturvorbereitungsphase“, sagt Nikolaus Lange, Entwicklungsleiter von Intel Deutschland.

Ein Team von 13- bis 16-jährigen Jungen vom Kaiser-Wilhelm- und Ratsgymnasium (KWRG) hat dabei gut mitgehalten und einen Sonderpreis als beste Neuntklässlergruppe bekommen. „Am tollsten war es, eine Ampelschaltung selbst zu bauen“, sagt Claudius Jonas. Das habe zuerst einfach ausgesehen, sei dann aber doch richtig kompliziert gewesen, ergänzt David Köckerling. Die beiden 14-Jährigen haben mit ihren Freunden Alexander Wolff, Vladislav Stepa und Johannes Schneider in den vergangenen Monaten selbstständig eine Menge gelernt. „Ich habe ihnen immer nur die Tür zum Informatikraum aufgeschlossen“, betont Mathelehrer Horst Szambien.

Die Schüler hatten seit Februar jeweils einen Monat Zeit, um Aufgaben zu Programmierung, Messtechnik, dem Aufbau einer Schaltung und Datenübertragung zu lösen. Die Fragen stammten aus verschiedenen Bereichen der Elektrotechnik und wurden von Intel-Mitarbeitern aus der Praxis heraus gemeinsam mit Uni-Experten und Fachlehrern entwickelt. Den ersten Platz belegten Jörn Rath, Heiko Beck, Florian Kluger und Tobias Bothe vom Georg-Büchner-Gymnasium in Seelze. Die vier Zehntklässler sind ein eingespieltes Team. „2007 haben wir beim Robocup einen Weltmeistertitel geholt“, sagt Jörn. Diese Mal haben sie neben Laptops und Studiengutscheinen ein Zwei-Tages-Praktikum bei Intel gewonnen.

Für die Leibniz Universität sei es nicht alltäglich, einen solchen Wettbewerb zu stemmen, betont Präsident Erich Barke. Doch die Elektrotechnikstudiengänge litten bundesweit unter Nachfragemangel. „Da müssen wir etwas tun.“ Den fünf vom KWRG hat die geforderte Teamarbeit besonders gut gefallen. „Das motiviert und macht einfach Spaß“, sagt Alexander. „Deshalb wollen wir nächstes Mal wieder zusammen mitmachen“, ergänzt Vladislav. Ob es ein nächstes Mal gibt, ist aber noch nicht sicher. „Wir bemühen uns“, versprach Barke.

[Tobias Morchner]

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