Diese hatte zuvor den Pachtvertrag mit der Betreiberin wegen des Umbaus des Kröpcke-Centers gekündigt. „Wir werden in den kommenden Wochen versuchen, einen neuen Platz für den Kiosk auf dem Kröpcke zu finden“, versprach Stadtsprecher Dennis Dix. Rodewald, an deren Ladentheke auch gestern den ganzen Tag über wieder zahlreiche Kunden für den Erhalt der Zeitungsbude unterschrieben, freute sich riesig über die Neuigkeit. „Mir fallen jede Menge Steine vom Herzen“, meinte sie am Abend überglücklich.
An seinem jetzigen Standort gegenüber dem Mövenpick-Café kann der Kiosk wegen der größer werdenden Baustelle allerdings nicht bleiben. Weil später die Laufwege und Schaufenster freigehalten werden müssten, werde man die Bude auch nicht nur ein paar Meter nach links oder rechts verrücken, sondern an einem ganz anderen Platz am Kröpcke wieder aufstellen müssen, sagte Dix. Wo dieser genau sein wird, wolle die Verwaltung zusammen mit der Kioskbetreiberin und den anliegenden Geschäftsleuten genau prüfen. „Wir wollen eine einvernehmliche Lösung“, sagte der Stadtsprecher. Ob das am Ende auch funktioniere, sei zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht absehbar.
Die Kündigung des Kiosks hatte für große Empörung gesorgt. HAZ-Leser und Politiker äußerten sich besorgt darüber, dass Hannover durch den Verlust derartiger Unikate mehr und mehr zu einer „seelenlosen Stadt“ verkomme.
Wie es für die Zeitungsbude weitergeht, wenn der neu gestaltete Platz fertiggestellt ist, bleibt allerdings offen. Um zu der künftigen Umgebung zu passen, hat die Kioskbesitzerin bereits angekündigt, in einen moderneren Stand investieren zu wollen.
von Stephan Fuhrer
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