Auf dem hannoverschen Straßenstrich herrscht einen Tag nach dem Auffinden der Leiche von Monika P. große Verunsicherung. „Ich stehe hier heute mit einem mulmigem Gefühl“, sagt die 31-jährige Tanja. Dabei ist sie eine erfahrene Prostituierte. Seit zehn Jahren arbeitet sie auf dem Straßenstrich. Mittwochnachmittag hat sie aus den Fernsehnachrichten erfahren, dass die getötete Frau, die Passanten an der Ihme fanden, eine von ihnen ist.
Tanja kannte Monika P. gut. Die 24-Jährige sei regelmäßig auf den Strich gegangen – bis vor ein paar Monaten. Gemeinsam standen die beiden Frauen meistens an der Ecke zwischen Andreae- und Mehlstraße. Ihren Freiern habe sich Monika stets als Sonja vorgestellt. Das Geld, das sie als Sonja auf dem Strich verdiente, habe Monika benötigt, um ihre Drogensucht zu finanzieren. Sie soll regelmäßig Kokain genommen haben.
Auch die Prostituierten, die Monika nicht kannten, haben am Mittwochabend ein ungutes Gefühl. „Noch ist ja nicht mal klar, ob ihr Tod etwas mit dem Strich zu tun hat“, sagt eine. Trotzdem bleibe genau das die Sorge der Frauen. Bis der Täter gefasst sei.
tm/vmd
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