Ein Zeuge hatte die Mordkommission „Rose“, die sich nach einem auffälligen Tattoo der Toten benannt hat, auf das Faust-Gelände aufmerksam gemacht. Bereits am Donnerstag sollen sich Beamte dort umgesehen haben. Am Freitagabend ließ die Kripo drei Stunden lang drei Polizeihunde im Verwaltungsgebäude, in einem Lagerraum und im Kesselhaus nach verdächtigen Spuren schnuppern. Am Ende stellten die Ermittler diverse Gegenstände sicher. Sie sollen jetzt kriminaltechnisch untersucht werden. Dabei soll es sich unter anderem um ein Fahrrad samt Anhänger handeln, das der Hausmeister regelmäßig benutzt haben soll. Bis die Ergebnisse dieser Analyse vorliegen, können einige Tage, unter Umständen sogar Wochen vergehen.
Die Mordkommission geht davon aus, dass die beiden Säcke mit der zerstückelten Leiche der 24-Jährigen auf einem Fahrradanhänger, mit einem Handwagen oder möglicherweise mit einem Schlitten transportiert worden sind.
Nach wie vor rätseln die Ermittler, wo das Verbrechen begangen wurde. Auch über den Verbleib der fehlenden Leichenteile herrscht immer noch keine Gewissheit.
Monika P., die gelegentlich als Prostituierte auf dem Straßenstrich ihr Geld verdient hat, war zuletzt am Neujahrstag morgens lebend gesehen worden. Sie hatte mit ihrer Mutter in der Elisenstraße in Linden Silvester gefeiert und dort um kurz nach Mitternacht eine Bierstube besucht. Gegen 2 Uhr hatte sie die Feier verlassen, um mit der Stadtbahn in die City zu fahren. Am Montag, 4. Januar, hatte die Mutter ihre Tochter als vermisst gemeldet. Am gleichen Nachmittag fanden Passanten unter der Legionsbrücke in Linden zwei Müllsäcke am Ihmeufer, in denen mehrere Teile eines weiblichen Körpers steckten. Die Leiche wurde unter anderem anhand des Rosen-Tattoos eindeutig identifiziert.
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