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Spitzensport

Politik will Perspektiven für Athleten schaffen

Von Andreas Schinkel

Es ist der kleinste gemeinsame Nenner, auf den sich SPD und Grüne einigen können: Die Stadt, so wurde am Montag im Sportausschuss beschlossen, soll ein „Netzwerk aufbauen, in dem Perspektiven für Spitzen- und Leistungssportler geschaffen werden können.“

Zudem wird die Verwaltung aufgefordert, der Politik einen Vorschlag zu unterbreiten, mit welchen Summen der Leistungssport unterstützt werden kann. Der Antrag ist so umständlich formuliert, weil sich die Grünen im Vorfeld schwer taten, einer Eliteförderung das Wort zu reden. „Uns erscheint der Breitensport wichtiger“, hatte der sportpolitische Sprecher der Grünen, Mark Bindert, erklärt.

Doch nach der Entscheidung im Sportausschuss gab man sich allseits zufrieden. „Das Thema ist zu wichtig für Streitereien zwischen den Parteien“, sagte SPD-Ratsherr Andreas Bergen. Die Stadt müsse nun prüfen, wie insbesondere für Individualsportler bessere Trainingsbedingungen geschaffen werden können. Auch Dieter Küßner (CDU) begrüßte den fraktionsübergreifenden Beschluss, wies aber darauf hin, dass es ja schon einen ganz ähnlichen CDU-Antrag gegeben habe. Diesen Vorstoß hatten die Grünen aber im Dezember 2009 von der Tagesordnung des Ausschusses abgesetzt.

Geradezu salomonisch wirkte der Kommentar von FDP-Mann Jens Meyburg: „Breitensport ist nichts ohne den Spitzensport, und hier füllen wir jetzt eine Lücke.“ Dem mochte niemand mehr etwas hinzufügen.

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