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Verbindung zur Lister Meile

Politiker verärgert über „Stinketunnel“ in Hannover

Verbindungstunnel vom Raschplatz zur Lister Meile: Bei einem Schlagabtausch im Bauausschuss des Rates wurde am Mittwoch entschieden, dass der „Stinketunnel“ von der zuständigen Hannover Region Grundstücksgesellschaft (HRG) in einen akzeptablen Zustand gebracht werden soll.
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Schmuddelecke in Hannover: Die Geschäfte stehen schon lange leer, der Tunnel vom Raschplatz zur Lister Meile ist verwahrlost und stinkt, weil er als öffentliche Toilette missbraucht wird.

Schmuddelecke in Hannover: Die Geschäfte stehen schon lange leer, der Tunnel vom Raschplatz zur Lister Meile ist verwahrlost und stinkt, weil er als öffentliche Toilette missbraucht wird.

© Nico Herzog (Archiv)

Die Zustände im Verbindungsgang vom Raschplatz zur Lister Meile haben am Mittwoch zu einem heftigen Schlagabtausch im Bauausschuss des Rates geführt – dabei waren sich eigentlich alle einig. Am Ende mündete die Aussprache in einen dringenden Appell an die zuständige Hannover Region Grundstücksgesellschaft (HRG), sie möge schnell dafür sorgen, dass der Tunnelgang in einen akzeptablen Zustand gebracht wird. Hell, sauber und sicher müsse er sein.

Sowohl SPD-Fraktionsvize Thomas Hermann als auch FDP-Fraktionschef Wilfried Engelke erinnerten daran, dass die Ratspolitik 2006 „gegen den erklärten Willen der Stadtverwaltung, der damaligen Stadtbaurätin und der HRG“ durchgesetzt hatte, den wettergeschützten Fußweg zur Lister Meile offen zu lassen. Die Verwaltungsorgane wollten den Gang damals verschließen, alle Fußgänger sollten oberirdisch die Ampeln an der Berliner Allee kreuzen. „Die HRG muss sich jetzt den Vorwurf gefallen lassen, dass sie den Tunnel mutwillig hat vergammeln lassen“, sagte Engelke. Er wittert Absicht dahinter: In Kürze soll gezählt werden, ob der Tunnel noch genutzt wird. „Durch diesen Stinketunnel geht doch jetzt keiner mehr durch“, sagt Engelke.

Grünen-Fraktionsvize Michael Dette erneuerte seine Forderung, die Läden in dem Tunnelgang als preiswerte Geschäftsräume für Existenzgründer herzurichten, um Belebung und damit Sicherheitsgefühl zu schaffen. Stadtbaurat Uwe Bodemann deutete an, dass sich inzwischen die Position der Verwaltung geändert habe. Angesichts der Überlegungen, Verwaltungsteile zum Raschplatz und auch ins Bredero-Hochhaus umzusiedeln, sei man froh über den Tunnel. Der HRG hat er einen Brief geschrieben mit der Bitte, die Verwahrlosung zu beenden.

[Conrad von Meding]

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