Insgesamt überprüften die Beamten am Wochenende im Steintorviertel 117 Personen. 44 davon wurden durchsucht. In acht Fällen stießen die Ermittler dabei auf Rauschgift und leiteten deshalb Strafverfahren wegen des Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz ein.
Darüberhinaus registrierten die Polizeistreifen 14 Straftaten. So schlug ein 26-Jähriger am frühen Sonnabend gegen 3.40 Uhr vor einer Kneipe in der Reuterstraße einem anderen Gast ein Glas ins Gesicht. Das Opfer trug eine Platzwunde davon, den Täter konnten die Polizisten festnehmen. Etwa eine halbe Stunde später gingen auf dem Steintorplatz zwei Betrunkene mit abgeschlagenen Flaschenhälsen auf zwei 23-Jährige los. Die Beamten konnten zum Glück Schlimmeres verhindern. Die Angreifer mussten auf der Wache eine Blutprobe abgeben.An der U-Bahnhaltestelle Kröpcke entdeckten die Einsatzkräfte einen 15-Jährigen, der so betrunken war, dass er nicht mehr ansprechbar war. Ein Rettungswagen brachte ihn zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus. Ein 17-Jähriger und seine gleichaltrige Begleiterin wurden in Gewahrsam genommen, da sie zu viel Alkohol intus hatten. Die Eltern der beiden Jugendlichen holten sie wenig später von der Wache ab und brachten sie nach Hause.
Vor drei Wochen hatte die Polizeidirektion Hannover ihr Vorgehen in Hannovers Party- und Rotlichtviertel grundlegend geändert. Seitdem sind regelmäßige Kontrollen der Besucher vor allem an den Wochenendnächten an der Tagesordnung. Gründe für die neue Taktik sind nach Behördenangaben die nach wie vor hohe Anzahl der Straftaten in diesem Bereich sowie das unkooperative Verhalten einiger Türsteher. Mitglieder des Sicherheitsdienstes, die für die meisten Klubs und Bars in Scholvin,- Reuter- und Reitwallstraße tätig sind und teilweise Mitglieder der hannoverschen Hells Angels sind, hatten sich in der Vergangenheit den Anweisungen der Polizei widersetzt und im öffentlichen Straßenraum Taschenkontrollen durchgeführt.
SN-Online.de Anmeldung
