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Nach grausamem Fund

Polizei hat noch keine heiße Spur

Im Fall der getöteten Monika P. suchen die Ermittler der Mordkommission „Rose“ nun mit Hilfe eines aktuellen Fotos weitere Zeugen. Die Aufnahme der 24-Jährigen ist am Silvesterabend entstanden – nur wenige Stunden vor ihrem Verschwinden.
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Monika P. in der Silversternacht.

Monika P. in der Silversternacht.

© Polizei Hannover

Nach der Veröffentlichung des ersten Bildes der Getöteten Monika P. in der Sivesternacht, das vor einem Jahr entstand, waren nur einige wenige Zeugenhinweise bei der Kripo eingegangen. „Eine heiße Spur ist bislang nicht dabei“, sagte Polizeisprecher Thorsten Schiewe.

Ihre Mutter hatte die 24-Jährige am Montag, 4. Januar, als vermisst gemeldet. Am gleichen Nachmittag fanden Passanten unter der Legionsbrücke in Linden zwei Müllsäcke am Ihmeufer, in denen mehrere Teile eines weiblichen Körpers steckten. Am Mittwoch teilte die Polizei mit, dass es sich dabei um die Leiche von Monika P. handelt. Die Ermittler konnten die junge Frau unter anderem an ihren Kleidungsstücken identifizieren. Am Körper der Toten fanden sie außerdem ein Tattoo in Form einer Rose – ein solches hatte auch Monika P. Zusätzliche Gewissheit sollen die Ergebnisse einer DNA-Analyse bringen. Sie werden für die nächste Woche erwartetet.

Auch vier Tage nach dem schrecklichen Fund fehlen weiterhin Teile der Leiche. Die bisherigen Suchaktionen der Polizei mit Tauchern und speziellen Sonarbooten rund um den Fundort des Leichnams verliefen bisher erfolglos.

Die Polizei sucht nun nach weiteren Zeugen, die Monika zwischen der Silvesternacht und Sonnabend, 2. Januar, gesehen haben. Die 24-Jährige hatte mit ihrer Mutter in der Elisenstraße in Linden Silvester gefeiert und dort um kurz nach Mitternacht eine Bierstube besucht. Gegen 2 Uhr sahen Zeugen sie das letzte Mal lebend. Gegenüber Bekannten gab Monika an, noch mit Freunden feiern zu wollen. Wichtige Hinweise erhofft sich die Polizei offenbar von der 31-jährigen Prostituierten Tanja. Die Ermittler suchen nach ihr, nachdem sie sich gegenüber der HAZ als gute Bekannte von Monika ausgegeben hat. Die Frauen haben gemeinsam auf dem Straßenstrich in der Mehlstraße gearbeitet. Von dem Geld, das Monika dort verdiente, soll sie ihre Drogensucht finanziert haben.

Hinweise von Zeugen, die Angaben zu Monikas Verschwinden machen können oder zwischen der Silvesternacht und dem 2. Januar Beobachtungen rund um die Legionsbrücke gemacht haben, nimmt die Polizei unter der Telefonnummer (05 11) 1  09  55  55 entgegen.

[Vivien-Marie Drews]

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