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„Besseres Hannover“

Polizeipräsident schickt Neonazis klare Warnung

Von Vivien-Marie Drews

Hannovers neuer Polizeipräsident Axel Brockmann sagt der neonazistischen Gruppe „Besseres Hannover“ den Kampf an. „Wir werden dieser Gruppe, diesem Häuflein Rechtsradikaler, auf den Füßen stehen, wo immer wir von ihrem Auftreten erfahren“, sagte Brockmann.
Foto: Axel Brockmann (Mitte) warnt die Neonazis in und um Hannover.

 Axel Brockmann (Mitte) warnt die Neonazis in und um Hannover.

© dpa
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Hannover. Bereits Ende Oktober hatte der 47-Jährige die Leitung der Polizeidirektion Hannover übernommen, nachdem sein Vorgänger Uwe Binias überraschend zum Landespolizeipräsidenten berufen worden war. Gestern nun folgte die offizielle Amtseinführung durch den niedersächsischen Innenminister Uwe Schünemann (CDU). An dem Festakt nahmen neben Oberbürgermeister Stephan Weil und Regionspräsident Hauke Jagau (beide SPD) zahlreiche weitere Vertreter der Stadtgesellschaft teil. Brockmann, der mit seiner Familie in Wunstorf lebt, leitete zuletzt das Referat Kriminalitätsbekämpfung im Innenministerium.

In seinen ersten 90 Tagen an der Spitze der Polizeidirektion sei ihm nur eine einzige Angelegenheit wirklich negativ aufgefallen, sagte Brockmann gestern und wählte klare Worte: „Ich spreche von der unsäglichen rechtsextremistischen Erscheinung ,Besseres Hannover‘.“ Die Gruppe fällt seit etwa zwei Jahren durch provozierende Aktionen und einschlägigen Botschaften auf. Zuletzt stellten die Rechtsextremisten ein Video ins Internet, auf dem zu sehen ist, wie der sogenannte „Abschie-Bär“ in Hannover vor Döner-Imbissen den Arm zum sogenannten Hitlergruß in die Höhe streckt und Ausländer verhöhnt. In den vergangenen Tagen tauchten die Rechtsextremisten erneut vor hannoverschen Schulen auf und verteilten dort die vierte Ausgabe ihres rechtsextremistischen Jugendmagazins „Bock“. „Wir haben leider nur begrenzte Möglichkeiten, gegen diese Leute vorzugehen. Sie sichern sich rechtlich ab und achten darauf, sich gerade noch außerhalb des strafbaren Handelns zu bewegen“, sagte Brockmann. Dennoch werde die Polizei die Gruppe genau im Auge haben. „Ich hoffe, dass mich die Problematik des Rechtsextremismus, der Fremdenfeindlichkeit und des Antisemitismus in dieser Intensität nicht bis zum Ende meiner Dienstzeit begleiten wird“, sagte der neue Polizeipräsident.

In dieser Woche war bekannt geworden, dass Mitglieder von „Besseres Hannover“ offenbar gezielt versuchen, die Fanszene von Hannover 96 zu unterwandern. „Wir haben Hinweise. Die Prüfung läuft, und es wird Gespräche geben“, sagte Brockmann. Auch der ehemaligen Vizepräsident der Polizeidirektion Hannover, Rainer Langer, war am Freitag bei der Amtseinführung anwesend. Er ist inzwischen Beauftragter für die Sicherheit im Fußball in Niedersachsen. „Wir wissen um das Problem der Rechtsextremisten und nehmen es sehr ernst“, sagte er.

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