So übergab statt Enke Stiftungsvorstand Fritz Willig die Spende von 5000 Euro an den Vorsitzenden des Bündnisses, Lothar Schlieckau, und dessen Koordinatorin Prof. Petra Garlipp von der Medizinischen Hochschule Hannover. Teresa Enke, Vorsitzende der nach ihrem verstorbenen Mann benannten Stiftung, sagte ihr Kommen ab. Dafür aber hatten die, die kamen, vollstes Verständnis.
Das Geld hilft dem seit zwei Jahren existierenden Bündnis, seine Informationsarbeit in Institutionen, Schulen und Unternehmen fortzuführen. Bei dieser Arbeit, aber auch im klinischen Alltag registrieren Experten wie Prof. Garlipp seit dem Suizid Robert Enkes eine geringere Schwellenangst von Betroffenen. „Wir haben in unserer täglichen Arbeit den Eindruck, dass die Menschen eher wachgerüttelt worden sind und sich eher als früher Hilfe suchen“, sagt die Medizinerin.
Das Bündnis gegen Depression geht davon aus, dass allein in Deutschland derzeit rund vier Millionen Menschen an Depressionen erkrankt sind – davon allerdings nur zehn Prozent behandelt werden.
fx
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