Wenn dann noch die oberirdische Linie 17 anders gelenkt werde, so argumentiert der Bauexperte der SPD-Ratsfraktion, Thomas Hermann, dann seien Kurt-Schumacher-Straße und Ernst-August-Platz von Stadtbahnen verschont. „Damit wären zugleich die Verkehrsprobleme vor der Ernst-August-Galerie gelöst“, meint Hermann. Die Kurt-Schumacher-Straße könne dann in eine attraktive Fahrradstraße verwandelt werden.
Anlass für diesen Plan B, den die SPD jetzt präsentiert, ist die Absage der Regionsverwaltung an einen neuen Tunnel für die Linie 10, der auf der Goethestraße hätte beginnen und bis zum Raschplatz führen sollen. Die Kosten von 130 Millionen Euro seien aber zu hoch, hieß es zur Begründung.
Der neue Vorschlag der SPD stößt bei den grünen Koalitionspartnern in Stadt und Region auf wenig Gegenliebe. „Das ist zu kurz gedacht, denn mit vier Linien liegt der A-Tunnel nahe an der Kapazitätsgrenze“, sagt Raoul Schmidt-Lamontain, Chef der Grünen-Fraktion in der Region. Sein Kollege von der städtischen Ratsfraktion, Michael Dette, wertet den Plan der SPD gar als „Rückbau des öffentlichen Nahverkehrs“. Er sehe nun vielmehr die Chance für Niederflurbahnen auf der Linie 10.
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