Hannover. Bei der Abstimmung um die zwölf Delegiertenstimmen des Ortsvereins Kirchrode-Bemerode-Wülferode setzte sich die 48-jährige Ehefrau des Altkanzlers am Abend deutlich mit 45 zu 15 Stimmen durch. Sie hatte in der vierten von fünf Runden als Favoritin gegolten und wäre bei einer erneuten Niederlage wohl aus dem Rennen gewesen. Leuschner liegt nach Anzahl der zuvor eingeheimsten Delegiertenstimmen schon knapp, aber uneinholbar vorn. Schröder-Köpf muss deshalb bei der entscheidenden Gesamtabstimmung Mitte März auf Abweichler hoffen.
Wer für die CDU bei der Landtagswahl im Januar 2013 antritt, steht schon fest.Der hannoversche Parteivorsitzende Dirk Toepffer erhielt ebenfalls am Abend bei der Nominierung im Rathaus Bemerode, nur 100 Meter entfernt vom Versammlungsort der SPD, 92 von 117 gültigen Delegiertenstimmen. Eine Gegenkandidatin hatte ihre Kandidatur am Nachmittag zurückgezogen, sodass Toepffer bei der Abstimmung ohne Konkurrenz war. Der 46-jährige Rechtsanwalt hatte den Wahlkreis im südlichen Hannover vor fünf Jahren mit einem Vorsprung von rund 4000 Stimmen gegen Leuschner gewonnen.
Bevor CDU und SPD ihre Kandidaten wählten, kam es zu einem kuriosen Raumtausch. Die Union hatte das Rathaus Bemerode noch vor der SPD gemietet, fand sich auf dem Veranstaltungskalender jedoch nicht wieder. Die Sozialdemokraten, hieß es aus der Verwaltung, erwarteten großen Medienandrang. Toepffer intervenierte bei Oberbürgermeister Stephan Weil (SPD). Der Kandidat für das Amt des Ministerpräsidenten schaltete sich ein. Bald hieß es zur Ausladung der CDU: „Ein Versehen.“ Die Christdemokraten blieben im Bemeroder Rathaus, die SPD musste in die Schule ausweichen. Toepffer zeigte sich belustigt: „Unser erster Sieg gegen die SPD im Landtagswahlkampf.“
Unterdessen setzte sich im Wahlkreis 26 im SPD-Ortsverein Herrenhausen die Ärztin Thela Wernstedt durch. Sie ließ mit deutlichem Abstand Christine Kastning und Philipp Schmalstieg hinter sich. Vier weitere Runden folgen.
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