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Hannover

Schweigeminute für Opfer rechtsextremistischer Gewalt lässt Niedersachsen stillstehen


In ganz Niedersachsen wollen an diesem Donnerstag um 12 Uhr Menschen in einer Schweigeminute der Opfer rechtsextremer Gewalt gedenken. In Hannover, Osnabrück, Göttingen und Lüneburg würden Busse und Bahnen für eine Minute stehen bleiben, in zahlreichen Betrieben werde die Arbeit kurzzeitig ruhen, teilte der Deutsche Gewerkschaftsbund am Mittwoch mit.

Hannover (epd) Zu der bundesweiten Aktion hatten DGB und Arbeitgeberverbände aufgerufen.

„Auf eine so breite Resonanz haben wir gehofft, nun sind wir allerdings doch überwältigt“, sagte DGB-Sprecherin Tina Kolbeck-Landau am Mittwoch dem epd. Gemeinsam werde ein starkes Signal gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit, für ein tolerantes und offenes Niedersachsen gesetzt.

Der hannoversche Landesbischof Ralf Meister rief Christinnen und Christen dazu auf, am Donnerstagmittag innezuhalten: „Wir sind in die Verantwortung gerufen, jeder Form von Menschenfeindlichkeit und Gewalt in unserer Gesellschaft zu wehren und dafür zu sorgen, dass sich rechtsextremistisches Gedankengut nicht weiter ausbreitet.“ Die katholischen Bistümer Hildesheim und Osnabrück beteiligen sich ebenfalls.

Dazu kommt die Unterstützung zahlreicher Kommunen sowie die niedersächsische Polizei. „Neben der konkreten Bekämpfung dieser menschenverachtenden Ideologie brauchen wir immer wieder starke Symbole für Friedfertigkeit und Toleranz“, sagte der Landesvorsitzende der niedersächsischen Polizeigewerkschaft, Dietmar Schilff. Das für 12 Uhr geplante Gedenken soll zeitgleich mit einer vom Bundespräsidialamt ausgerichteten Gedenkfeier in Berlin stattfinden.

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