Üstra: Sämtliche Busse und Bahnen bleiben am Montag von 3.30 Uhr bis Betriebsschluss gegen 1 Uhr in den Depots.
RegioBus: Mehr als 100 Buslinien mit rund 6000 Fahrten sind von dem Warnstreik betroffen. Ein kleiner Teil der Fahrten findet jedoch statt, weil beauftragte Subunternehmen nicht streiken. Welche Fahrten stattfinden und welche nicht, können Kunden von RegioBus heute von 9 bis 18 Uhr, am Sonnabend von 10 bis 14 Uhr und am Montag wieder von 9 bis 18 Uhr bei der Servicestelle unter Telefon (05 11) 36 88 87 90 oder (05 11) 99 00 13 erfragen. Üstra und RegioBus raten ihren Kunden, sich frühzeitig Gedanken über alternative Beförderungsmöglichkeiten, etwa der Bildung von Fahrgemeinschaften, zu machen.
Städtische Einrichtungen: Alle Arbeitnehmer und Auszubildenden der Stadt Hannover sind zu dem eintägigen Warnstreik am Montag aufgerufen. Die Stadtverwaltung glaubt, dass sich ein Großteil der Beschäftigten daran beteiligen wird. Davon betroffen sind unter anderem Krippen, Kindertagesstätten, Horte, das Familienservicebüro, Bürgerämter, die Zulassungsstelle, Sozial-, Standes- und Ordnungsamt sowie der kommunale Seniorenservice. Eine Notdienstvereinbarung zwischen der Gewerkschaft ver.di und der Stadt wird es nicht geben. Die Stadt Hannover bedauert das sehr und bittet insbesondere Eltern, sich entsprechend vorzubereiten und die Betreuung ihrer Kinder in Eigenregie zu organisieren.
Schulunterricht: Trotz der angekündigten Streiks bei den Verkehrsunternehmen Üstra und RegioBus findet der Schulbetrieb in Stadt und der Region Hannover regulär statt. Eltern und Sorgeberechtigte sind laut der Region dazu verpflichtet, Schülern die Teilnahme am Unterricht zu ermöglichen. Volljährige Schüler sind selbst dafür verantwortlich, zu ihren Schulen zu gelangen. Wenn allerdings wieder wie am Mittwoch Schnee- und Eisglätte eintreten, könnte die Region den Unterricht abblasen. Dann gilt nicht mehr die Schulpflicht, sondern der Katastrophenschutz als oberstes Gebot.
Klinikum Region Hannover: Die Mitarbeiter der 13 Krankenhäuser des Klinikums sind zur Teilnahme am Warnstreik aufgerufen. Weil die Operationssäle am Montag nur eingeschränkt zur Verfügung stünden, seien planbare Operationen bereits vorgezogen worden, oder sie würden auf einen späteren Termin verschoben, sagt Klinikumssprecher Bernhard Koch. Am Nordstadtkrankenhaus ist von den 14 OP-Sälen etwa ein Drittel nicht in Betrieb, im Klinikum Oststadt-Heidehaus bleibt einer von vier Sälen geschlossen. Die Versorgung der Patienten sei aber gesichert, betont Koch. Alle Notfälle würden behandelt. Es gebe entsprechende Notdienstvereinbarungen mit ver.di, die eine Besetzung der Kliniken garantiere, wie sie am Wochenende und an Feiertagen üblich sei.
Abfallwirtschaftsbetrieb aha: Die Männer von der Müllabführ rücken am Montag nicht aus. Der Betrieb werde komplett bestreikt, kündigt Personalratschef Michael Ludwig an. Da rund 90 Prozent der Belegschaft gewerkschaftlich organisiert ist, rechnet er mit großer Beteiligung. Gleichwohl sei der Winterdienst gewährleistet. Das gelte auch für die Sperrmüllabfuhr: Sollten am Straßenrand abgestellte Teile Gehwege oder Fahrbahnen blockieren, würden diese abgefahren.
Stadtwerke: Um Engpässe bei der Strom- und Gasversorgung braucht sich am Montag niemand zu sorgen. Die Kraftwerke bleiben nach Auskunft des Stadtwerke-Betriebsratsvorsitzenden Walter Kroll uneingeschränkt am Netz. Auch der Störungsdienst sei im Einsatz. Einschränkungen könne es in der Kundenberatung geben. Möglich sei auch, dass geplante Termine des Kundendienstes – zum Beispiel für den Einbau eines Stromzählers – verschoben werden müssten.
Agentur für Arbeit: Auch hier ist der Dienstbetrieb in den Agenturen Hannover, Barsinghausen, Garbsen, Laatzen und Langenhagen nur eingeschränkt möglich. Wer dringende Termine wahrnehmen muss, sollte heute vorsorglich einen Alternativtermin vereinbaren.
Polizei: Der Warnstreik werde sich auf die Arbeit der Polizei nicht auswirken, heißt es aus der Pressestelle. Alle Dienststellen blieben geöffnet, die Einsatzbereitschaft der Beamten sei „zu 100 Prozent“ gewährleistet.
Sparkasse: Alle Filialen des Geldinstituts bleiben geöffnet. Es werde „keine Streikaktivitäten geben, die den Betrieb behindern“, sagt Unternehmenssprecher Stefan Becker.
Taxis und Teilautos: Am Streiktag wird Niedersachsens größtes Taxiunternehmen Hallo Taxi/3811 mit allen gut 600 verfügbaren Fahrzeugen unterwegs sein. Der Verein „Ökostadt“, der Mietwagen für mehrere Nutzer anbietet, stellt sich auf eine erhöhte Nachfrage ein.
Zentrale Demonstration: Um 11.30 Uhr wird der ver.di-Bundesvorsitzende Frank Bsirske mehreren Tausend Gewerkschaftern aus Niedersachsen und Bremen auf dem Opernplatz einheizen. Eine Stunde vorher starten drei Demonstrationszüge zur zentralen Kundgebung. Der Hauptdemonstrationszug startet um 10.30 Uhr auf dem Schützenplatz. Von dort geht es über Waterlooplatz, Lavesallee, Karmarsch- und Ständehausstraße zum Opernplatz. Ein zweiter Zug startet um 10.45 Uhr vom Trammplatz über Aegidientorplatz, Schiffgraben, Laves- und Theaterstraße zum Opernplatz. Der dritte Zug startet um 10.30 Uhr am Klagesmarkt und führt über Goseriede, Kurt-Schumacher-Straße, Ernst-August-Platz und Theaterstraße zum Opernplatz.
Veronika Thomas
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